CNC-Technik Schnelle Datenverarbeitung erfordert hochdynamische Steuerungstechnik
Programme mit bis zu 12 Mio. Sätzen pro Formteil machen das Fräsen von Zahnformen zur Herausforderung für eine CNC. Standard-Maschinensteuerungen mit Block-Zykluszeiten bis 3 ms sind in diesem Fall überfordert. Eine CNC mit einer Zykluszeit von 100 µs verarbeitet die Datenmenge hingegen problemlos.
Anbieter zum Thema
Der Dentalhersteller Heraeus produziert jährlich 12 bis 16 Mio. Zähne für die Zahnprothetik. Damit die „Dritten“ den Originalen in Funktion und Ästhetik so nahe wie möglich kommen, werden an die Herstellung von Zahnformen für Vollprothesen oder Teilprothesen höchste technische Anforderungen gestellt.
Im Durchschnitt müssen dabei Daten von 2 GByte pro Form verarbeitet werden. Dazu setzt das Unternehmen an seinem Produktionsstandort in Wasserburg die CNC Andronic 2060 ein, weil sie eine sehr schnelle Informa-tionsumsetzung ermöglicht. Gerade die schnelle Datenverarbeitung ist beim Fräsen für die Verfahrgeschwindigkeit und somit auch für die Lebensdauer der Werkzeuge sowie die Qualität des Endproduktes ausschlaggebend.
Das richtige NC-Programmiersystem zum Fräsen von Zahnformen
Das Fräsen von Zahnformen aus gehärtetem Stahl kann je nach Design mehrere Tage in Anspruch nehmen. Die Fertigungskosten der Zahnform ergeben sich entsprechend zum größten Teil aus den Werkzeugkosten und den Belegungszeiten der Fräsmaschine. Deshalb ist die Auswahl des geeigneten NC-Programmiersystems und der CNC-Fräsmaschine wichtig. Weil die Datenverarbeitung bei der Programmierung und während des Fräsens ohne Probleme verlaufen sollte, muss die Abstimmung zwischen Fräsmaschine und Maschinensteuerung stimmen.
Doppelprozessor ermöglicht ein entkoppeltes Verarbeiten der NC-Daten
Im Vergleich zu Standard-CNC-Systemen mit Blockzykluszeiten bis 3 ms setzt das Wasserburger Unternehmen eine Steuerung ein, die NC-Satz-Abarbeitung innerhalb von 100 µs ermöglicht. Dadurch können die großen Datenmengen durch die CNC verarbeitet werden, ohne dass es zu Geschwindigkeitseinbrüchen der Maschine kommt, weil keine Daten mehr nachgeliefert werden müssen.
Das Doppelprozessorsystem ermöglicht ein entkoppeltes Verarbeiten der NC-Daten, die an die Antriebe als Weg- und Geschwindigkeitsinformation weitergegeben werden. Durch die besondere Art der Datenaufbereitung und das ständige Nachladen von Daten in einen Puffer des NC-Rechners wird die Verarbeitung auch sehr großer Datenmengen ermöglicht.
Artikelfiles und Artikellinks
(ID:301185)