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Die fertig eingerichtete Werkstückpalette mit Unilock-Schnittstelle wird dann in Sekundenschnelle referenzgenau in den Maschinenraum eingesetzt, betont Schunk. Dies kann manuell oder bei Bedarf auch voll automatisiert rund um die Uhr geschehen. Aufgrund des einheitlichen Spannbolzens bei dem Nullpunktspansystem können die einmal gespannten Werkstücke zudem im fliegenden Wechsel auf andere Maschinen bearbeitet werden.
Beim Palettenwechsel mit Unilock gewinnt der Anwender wertvolle Hauptzeit, was sich gerade bei leistungsfähigen Maschinen sehr schnell rechnet: Die Kosten sinken. Zugleich steigen Output und Qualität, weil das System ein Höchstmaß an Präzision sicherstellt und Bedienerfehler beim Spannvorgang in der Maschine quasi ausgeschlossen sind.
Vorhandene Drehfutter einfach nachrüsten
Auch bei Drehfuttern bietet Schunk mehrere Möglichkeiten, um die Flexibilität auf der Maschine zu erhöhen und gleichzeitig Kosten zu senken. Ein Schnellwechsel-Nachrüstsatz für konventionelle Drehfutter ist den Angaben zufolge die Kombination aus Trägerbacke BWT und Wechselbacke BWW. Das zeitsparende Doppel ist mit Spitzverzahnung 1/16’’ × 90° oder 1,5 mm × 60° ausgestattet und kann auf zahlreichen herkömmlichen Drehfuttern eingesetzt werden.
Mit einem Sechskantschlüssel entriegelt der Bediener bei diesem System die Wechselbacke, setzt eine neue Backe in die Verriegelungsachse ein und schließt das System wieder. Der Backenwechsel dauert lediglich rund fünf Sekunden.
Ein eingebauter Druckbolzen verhindert, dass sich die Verriegelungsachse selbsttätig löst. Die BWW-Wechseleinsätze gewährleisten auch ohne Versetzen der Trägerbacke einen extrem großen Spannbereich. Weil die Wechselbacken nach oben abgenommen werden, können auch kleinste Spanndurchmesser realisiert werden. Die extrem eng tolerierte Auflage- und Abstützfläche sorgt für hohe Stabilität und eine Wiederholgenauigkeit < 0,02 mm.
Drehfutter mit integriertem Schnellwechselsystem
Ausgesprochen wirkungsvoll sind nach Einschätzung von Schunk die integrierten Backenschnellwechselsysteme der Drehfutter. Bei der Fertigung von kleinen und mittleren Serien erzielen Anwender damit einen mehrfachen Nutzen: Die reine Wechselzeit der drei Backen reduziert sich bei den Schnellwechseldrehfuttern von fünf auf deutlich unter eine Minute. Zudem entfällt das wiederholte Ausdrehen der weichen Aufsatzbacken.
Aufgrund der hohen Wechselwiederholgenauigkeit bis zu < 0,02 mm müssen diese nur beim ersten Mal ausgedreht und können dann immer wieder verwendet werden. Der Anwender spart also mit jedem Umrüstvorgang das zeitaufwändige Ausdrehen der weichen Backensätze.
Schnellwechselsysteme erlauben enorme Kosteneinsparung
Was zunächst nur nach wenigen Minuten aussieht, summiert sich bereits binnen Jahresfrist zu einem stolzen Betrag, wie folgendes Beispiel zeigt. Bei einer angenommenen Ausdrehzeit von 20 min je weichem Backensatz liegt die Zeitersparnis pro Backenwechsel insgesamt bei rund 4 min Wechselzeit plus 20 min Ausdrehzeit, also insgesamt bei 24 min.
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