Industriedesign

Schön sein allein reicht nicht

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„In der allgemeinen Diskussion wird Industriedesign oft auf das rein Äußerliche reduziert“, sagt Dominic Schindler, Designer und Gründer der Agentur Dominic Schindler Creations. „Das kann für ein Unternehmen natürlich ein wesentlicher Aspekt sein, beispielsweise um sich vom Mitbewerber zu differenzieren.“

Design soll auch den Anwender bei der Arbeit motivieren

Aber der Nutzen ist für Schindler an andere Bedingungen geknüpft: „Ziel muss es sein, gemeinsam mit dem Kunden eine ganzheitliche Lösung zu kreieren, die sowohl einen Mehrwert für den Hersteller schafft als auch den Anwender im Fokus hat.“ Design habe sich gelohnt, wenn ein Mitarbeiter mit mehr Motivation und Engagement an einer Maschine arbeitet – und sie zudem so gestaltet ist, dass er sie schneller und effizienter bedienen kann.

Mit der Studie Design 2010 hat die Kölner Unternehmensberatung BBE die Entwicklung des Wettbewerbsfaktors Design in Deutschland untersucht. Laut dieser Studie gestehen 82,2% der befragten Führungskräfte den Designern einen wichtigen Anteil am Unternehmenserfolg zu. Sogar 91,8% haben erkannt, dass die Markenbekanntheit in besonderem Maße durch das Produktdesign geprägt wird.

Neues Design von Werkzeugmaschinen leicht erkennbar

Der Laie erkennt vor allem Veränderungen an den Maschinen und Anlagen: abgerundete Ecken, größere Bedienbildschirme, größere Sichtfenster, schwenkbare Bedienpulte sowie ansprechende Form- und Farbgebung. Design-Experte Schindler weiß: „Was das Design etwa von spanenden Werkzeugmaschinen betrifft, werden der Prozess und das Umfeld einer Maschine heute als Ganzes betrachtet.“ F

rüher lag der Fokus allein auf einem effizienten Zerspanprozess, heute spielen viel mehr Faktoren im Gestaltungsprozess eine Rolle. „Dazu zählt die optimierte Bedienung mit Faktoren wie Zugänglichkeit, Transparenz und Ergonomie ebenso wie das Erscheinungsbild“, so der Designer.

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