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Industriedesign

Schön sein allein reicht nicht

| Autor/ Redakteur: Claudia Otto /

Design im Werkzeugmaschinenbau gewinnt an Bedeutung. Viele, vor allem große Unternehmen wie DMG, Trumpf und Amada investieren in Design. Es geht nicht nur um eine schönere Hülle, sondern auch um Funktionalität und Ergonomie von Maschinen und Anlagen.

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Die Agentur Dominic Schindler Creations gewann den Universal Design Award in der Kategorie Maschinendesign für das Design der Dreh- und Fräsmaschinen von DMG. Bild: Dominic Schindler Creations
Die Agentur Dominic Schindler Creations gewann den Universal Design Award in der Kategorie Maschinendesign für das Design der Dreh- und Fräsmaschinen von DMG. Bild: Dominic Schindler Creations
( Archiv: Vogel Business Media )

Das Designbüro Mursch & Knopp gestaltete bereits 1983 mit dem Maschinenhersteller Sennebogen Baumaschinen für Zeppelin. Der aus dieser Zusammenarbeit entstandene Raupenbagger ZR 26 erhielt 1986 eine Designauszeichnung. „Meines Wissens war dies der erste Preis für eine Baumaschine“, erinnert sich Peter Knopp, Inhaber des Designbüros Mursch & Knopp sowie Vorsitzender für Bayern im Verband deutscher Industriedesigner (VDID).

Design eröffnet Marktchancen

Mitte der achtziger Jahre erkannten einige Unternehmen, dass Ergonomie, durchdachte Arbeitsräume und Firmenerkennung auch für Investitionsgüter ein Marktvorteil sind. „Heute sehen die Firmen, dass ihnen Design in einem härteren Markt neue Chancen eröffnet. Der Markt wächst“, erklärt Knopp. Er ist der Ansicht: „In der drohenden Rezession kann die Zusammenarbeit mit Industriedesignern die Marktposition sichern helfen.“

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Die richtige Gestaltung von Maschinen ist auch gesetzlich verankert. Laut europäischer Maschinenrichtlinie müssen Maschinen nicht nur technisch sicher sein, sondern sind außerdem so zu entwerfen, dass sie den Bediener möglichst wenig belästigen, ermüden oder psychisch belasten.

Schönes Design zahlt sich aus

Wenn sich zur geforderten Ergonomie auch noch Ästhetik gesellt, zahlt sich die Investition in Design für das Unternehmen besonders aus. Denn dem Bediener macht das Arbeiten an einer ergonomischen und schönen Maschine mehr Spaß, dadurch ist die Leistungsbereitschaft größer und das spiegelt sich letztlich in höherer Effizienz wider. Zudem gehen die Mitarbeiter mit einer optisch ansprechenden Maschine pfleglicher um, was den Verschleiß verringert.

Dennoch ist der Entschluss für ein neues Design immer „ein Spagat zwischen Kosten, Konstruktionsmöglichkeiten und Designidee“, sagt Claude Mutschler von Mutschler Winkler Design in Grafenau. Die Designer Claude Mutschler und Hans Winkler haben unter anderem mit großem Erfolg eine Maschine von Amada und vier von Amada Wasino neu gestaltet.

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