Richtmaschine Schuler stattet SKA mit hochsteifer Feinrichtmaschine aus

Autor: Stéphane Itasse

Für hochpräzise Stanzteile braucht man nicht nur die richtige Pressen- und Werkzeugtechnik, sondern auch entsprechende Richtmaschinen. Material und Bauteil stellen spezifische Anforderungen an das Richtverfahren, wie Schuler mitteilt. Um die passende Maschine zu finden, sei es für SKA und Schuler wichtig gewesen, genau zu definieren, welche Werkstoffe für welche Endprodukte im Produktionsverfahren zum Einsatz kommen.

Firmen zum Thema

Die neue Feinrichtmaschine von SKA steht vor einer 400-t-Servopresse, die ebenfalls Schuler geliefert hat.
Die neue Feinrichtmaschine von SKA steht vor einer 400-t-Servopresse, die ebenfalls Schuler geliefert hat.
(Bild: Schuler)

„Bis Ende der 90-er Jahre hatten wir noch Richtmaschinen mit neun Walzen im Einsatz, weil wir damals Führungsschienen aus vergleichsweise weichen Materialien hergestellt haben“, erinnert sich Guido Schneider, technischer Leiter beim Stanzteilspezialisten SKA GmbH & Co. KG, Attendorn. Die Anforderung hinsichtlich Materialeinsatz und Toleranzen in der Bauteilqualität hätten sich allerdings stetig erhöht, wodurch der Einsatz von klassischen Mehrwalzenrichtmaschinen notwendig geworden sei. Doch SKA konnte laut Mitteilung auch diese Maschinen für das anvisierte Fertigungsportfolio nicht vollständig nutzen.

Neue Feinrichtmaschine steigert Ausbringungsleistung des Gesamtsystems

Schuler bot daraufhin nach eigenen Angaben an, ergänzend zu einer lokalen Expertise auf einer Richtmaschine einen Tag lang mit verschiedenen Materialstreifen Versuche durchzuführen. „Dabei stellte sich heraus, dass die Anzahl der Rollen nicht der entscheidende Faktor war“, berichtet Schneider. „Tatsächlich war ein 17-Walzen-Gerät mit einer deutlich höheren Steifigkeit die bessere Wahl für uns.“

Bildergalerie

Ein Jahr später sei die Feinrichtmaschine schließlich vor einer 400 t starken Presse von Schuler – einer von insgesamt sieben bei SKA – in Betrieb gegangen. Das Gesamtsystem habe nicht nur die Ausbringungsleistung und die Teilequalität erhöht, sondern auch den Energiebedarf verringert.

Feinrichtmaschine läuft seit einem Jahr zur vollsten Zufriedenheit

„Die Anlage läuft seitdem ohne Störungen und bereitet uns keinerlei Probleme“, sagt Schneider. „Im Nachhinein muss ich sagen, dass dieser Versuchstag für uns den Ausschlag gab. Schuler hat bewiesen, dass die Feinrichtmaschine Querwölbungen in genau der Qualität richten kann, wie wir sie benötigen. Früher mussten wir das Werkzeug an einer Presse häufig neu einstellen, weil sich die Materialbeschaffenheit oft innerhalb weniger Meter änderte. Natürlich hängt das auch von der Qualität des Coils ab, doch die Schuler-Anlage kann Schwankungen in der Regel so gut ausgleichen, dass im Werkzeug oder Produkt nichts mehr davon zu merken ist.“

(ID:43540744)

Über den Autor

 Stéphane Itasse

Stéphane Itasse

MM MaschinenMarkt