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Schutzfolien auf Styrolbasis machen geschäumte Euro-Paletten stressfest

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Im Sinne niedriger Transportkosten und geringer CO2-Emissionen hat eine leichte Palette auch einen erheblichen Umweltvorteil. Das ist auch dann der Fall, wenn nur ein kleiner Teil der weltweiten Palettenmenge komplett auf Kunststoff umgestellt würde. Selbst die mit 5 kg leichteste der Paletten bewältigt Nutzlasten, die eine Tonne, also das Zweihundertfache ihres Eigengewichts betragen.

Geschäumter Paletten-Kern mit schützender Folie

Um das Gewicht ihrer neuen Kunststoff-Palette zu minimieren, haben die Konstrukteure von Hirsch für den standardisierten Warenträger einen biegesteifen und tragfähigen Kern aus expandiertem Polystyrol entwickelt. Damit er im rauen Logistik-Alltag vor Beschädigungen gefeit ist, muss er durch eine sehr robuste Haut geschützt werden.

Dazu verwenden die Entwickler eine zweischichtige Folie aus schlagfestem Polystyrol von BASF, deren Lagen mit einem Zusatz des Styrol-Butadien-Copolymers Styroflex versehen wurden. Diese 1 bis 2 mm dicken Folien ummanteln die Palette eng.

Styrol-Butadien-Copolymer macht HIPS noch zäher

Während dieses Styrol-Butadien-Copolymer in anderen Anwendungen direkt zu Folien verarbeitet wird, dient es hier als Zähigkeitsmodifikator für schlagfestes Polystyrol. Bereits in kleinen Mengenanteilen kann es die Grundzähigkeit von HIPS nochmals deutlich anheben. Der Standardkunststoff verwandelt sich dadurch auf sehr wirtschaftliche Weise in einen mechanisch bemerkenswert belastbaren Werkstoff.

Auch die Charpy-Schlagzähigkeit des Basispolymers und die für das Durchstoßen erforderliche Energie werden durch Zugabe des Copolymers stark erhöht. Damit überstehen die neuen Paletten die Stöße, Schläge und Scherbelastungen im täglichen Warenverkehr ohne gravierende Schäden.

Nach den Erfahrungen der BASF senkt dieser Zähigkeitsmodifikator auch die Gefahr der Rissbildung der verwendeten Schutzfolien – charakterisiert durch die sogenannte Environmental Stress Crack Resistance, ESCR. Darüber hinaus verbessert der Zusatz die Haftung und die Verträglichkeit zwischen den Materialgattungen und macht die Oberfläche rutschsicherer. Gelagerte Güter geraten auf der HIPS-Styroflex-Folie deutlich schwerer ins Rutschen als auf glattem Polyethylen.

Palette wird robust, abwaschbar, designfreudig

In der Praxis hat die Kombination aus leichtem Kern und modifizierter HIPS-Haut noch eine Reihe weiterer Vorteile. Die Paletten sind gegen wechselnde Witterungseinflüsse deutlich beständiger als Holz und absorbieren – anders als Holz –, auch kein Wasser.

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