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Nach der Trennung übernehmen radial angeordnete und maschinenseitig verankerte Druckfederelemente die Abstützung und die schwimmende Führung des Flansches der Motorspindelseite. Die Federn wirken dabei entgegengesetzt zur Auslenkrichtung und ermöglichen der Motorspindel, um einen einstellbaren Federweg auszulenken.
Stoßdämpferpads absorbieren kinetische Energie zusätzlich zu Federelementen
Parallel zu den Federelementen installierte Stoßdämpferpads absorbieren zusätzlich beim Ausrücken die kinetische Stoßenergie. Schädigungsrelevante stoßinduzierte Kraftspitzen werden als Folge der Kraftflussentkopplung der Motorspindel wirksam gedämpft.
Zur Kollisionserkennung durch die Maschinensteuerung erfassen im Spindelflansch integrierte Näherungsschalter permanent die Auflage der Flansche zueinander. Bei der Flanschtrennung wird der Kontakt unterbrochen und durch einen in der Steuerung implementierten Automatismus werden die Achsen der Werkzeugmaschine abgebremst und in den Stillstand versetzt.
Beim anschließenden Freifahren der Motorspindel vom Kollisionsort durch die Achsen wird das Schutzsystem infolge der Druckkraft der Federn und der selbstzentrierenden Trennstellenausführung wieder präzise in die Ausgangslage und -position gefügt. Das Schutzsystem ist reversibel fügbar ausgelegt und übersteht auch mehrmalige Kollisionen im Lebenszyklus der Maschine schadensfrei.
Flexibel abdichtende Abstreifer schützen das Motorspindelschutzsystem
Durch den geschlossenen Fluss des Permanentmagnetsystems treten keine Störfelder oder Anziehungskräfte an der Außenseite des Systems auf. Flexibel abdichtende Abstreifer schützen zusätzlich das System vor dem Eindringen von Schmierstoffen, Spänen und Schmutz.
Zusammenfassend ergeben sich folgende Systemvorteile:
- energieautarkes, passives Wirkprinzip,
- hohe Haftkräfte für betriebssicheres Bearbeiten,
- hohe Systemsteifigkeit bis zum Erreichen der maximalen Haftkraft,
- Absorption der kinetischen Stoßenergie durch Dämpfer,
- integrierte Abfrage des Auslenkungszustandes für Notstopp,
- selbsttätige Rückstellung mit hoher Genauigkeit,
- anpassbar an alle gängigen Motorspindelgeometrien,
- schneller als rein elektronische Überwachungssysteme,
- Erhöhung der Maschinenverfügbarkeit,
- wartungsfrei.
* Dr. Arno Wörn arbeitet in der Entwicklung bei der Jakob Antriebstechnik GmbH in 63839 Kleinwallstadt
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