Siemens Schwingungsdämpfer soll Verladen von Containern beschleunigen
Die Siemens-Division Drive Technologies bietet zur Dämpfung von Schwingungen an Containerkranen in Hafenanlagen ein neues System an. Es arbeitet mit einem entsprechend angesteuerten Linearmotor, der entgegen den Schwingungen verfährt. Dazu ist am Auslegearm des Krans ein Gewicht angebracht, das allerdings um ein Vielfaches leichter ist als bei einem herkömmlichen Schwingungsdämpfer.
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Ein Sensor erfasst die Schwingung des Auslegerarms und anhand dieser Werte errechnen Algorithmen genau, wie der Linearmotor bewegt werden muss, um die Eigenschwingung des Auslegerarms zu neutralisieren. Durch ein intelligent angesteuertes Beschleunigen und Bremsen des Linearmotors werden die Kräfte in den Auslegerarm geleitet.
Schwingung schneller und wirksamer verhindern
„Im Unterschied zum herkömmlichen Verfahren wird die Schwingung schneller und wirksamer verringert“, sagt Joachim Zoll, Leiter Cranes von Siemens Drive Technologies. Dr. Elmar Schäfers, Leiter R&D Mechatronik, erläutert: „ Damit ergeben sich neue Perspektiven in Geschwindigkeit und Durchsatz beim Frachtumsatz mit Containerkranen.“ Laut Zoll will Siemens bereits Mitte nächsten Jahres die aktive Schwingungsdämpfung mit Linearmotor zusammen mit einem Kranbauer auf den Markt bringen.
Beim Aufnehmen und Absetzen von Containern während der Be- oder Entladung eines Schiffes können nur wenige Zentimeter Abweichung toleriert werden. Wenn die Containerbrücke zu stark schwingt, muss die Dynamik der Bewegung reduziert werden.
Schwingungen verursachen Verzögerungen und Kosten
Das verzögert das Verladen und verursacht entsprechende Kosten. Verursacht werden die Schwingungen durch das Verfahren der Laufkatze des Krans. Die Schwingung kann durch Wind noch verstärkt werden.
Die bisher als Abhilfe eingesetzten sogenannten passiven Tilger sind laut Siemens aufwendig in der Krankonstruktion unterzubringen, mit erheblichem Materialaufwand verbunden und nur eingeschränkt wirksam.
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