Weniger Rüstaufwand Selbstarretierende Tragbolzen beschleunigen den Lastenwechsel

Autor / Redakteur: Josef Kraus / Josef-Martin Kraus

Kugeltragbolzen reduzieren den Rüstaufwand zum Heben und Halten schwerer Lasten, ohne die maximale Sicherheit einzuschränken. Der Clou liegt in selbsttätig arretierenden Kugeln am unteren Bolzenende. Sie beschleunigen die Montage der Tragelemente. Aufnahmebuchsen verbreitern das Anwendungsspektrum.

Anbieter zum Thema

Bild 1: Ein Druck auf den roten Aluminiumknopf unterhalb des Schäkels löst den selbstsichernden Kugeltragbolzen aus der vorgefertigten Bohrung.
Bild 1: Ein Druck auf den roten Aluminiumknopf unterhalb des Schäkels löst den selbstsichernden Kugeltragbolzen aus der vorgefertigten Bohrung.
(Bild: Halder)

Müssen schwere Maschinenteile, Werkzeuge oder Werkstücke für die Bearbeitung angehoben werden, ist eine sichere Aufnahme zwingend erforderlich. Oft werden dazu Lasthebemittel aufwendig montiert und wieder demontiert, mitunter sogar mit speziell dazu eingebrachten Gewinden für Tragehilfen wie Ringschrauben.

Das erhöht die Rüstzeiten und die Anzahl der Montageschritte. Die Erwin Halder KG, Achtstetten-Bronnen, hat daher Kugeltragbolzen für schnelle Lastenwechsel entwickelt. Entwicklungsziel war die einfache Handhabung bei maximaler Arbeitssicherheit (Bilder 1 und 2).

Selbstsichernde Verbindung sorgt für guten Schutz

Die Kugeltragbolzen wurden vom TÜV geprüft und haben eine CE-Zulassung. Sie bestehen aus einem Bolzenteil mit beweglichem Schäkel. Zum Befestigen der Tragelemente am Werkstück werden die Bolzen in vorgefertigte Bohrungen gesteckt. Dazu sind Bohrungen mit der Toleranz H11 ausreichend. Dennoch ist die Verbindung laut Halder selbstsichernd und robust – und zwar, weil sich die Kugeln am unteren Ende jedes Bolzens selbsttätig arretieren. Zum Lösen der Bolzen wird einfach ein roter Aluminiumdruckknopf unterhalb des Schäkels gedrückt. Wird der Knopf losgelassen, schiebt eine Feder diesen in seine Ausgangsposition zurück. Dadurch ist jeder Kugeltragbolzen wieder gesichert.

Hergestellt werden die Kugeltragbolzen in zwei Varianten (Bild 3): Sie bestehen entweder aus manganphosphatiertem Vergütungsstahl oder aus Edelstahl. Beide Werkstoffe sind gegen Korrosion resistent und halten unter Last Temperaturen bis zu 250 °C stand. Außerdem kann die Edelstahlversion der freien Witterung problemlos ausgesetzt werden.

Aufgrund der hochfesten Bolzen sind die Tragelemente extrem belastbar. Der Hersteller gibt bei fünffacher Sicherheit die maximale Traglast mit 480 kg an, in Abhängigkeit von den jeweiligen Ausführungen. Die Kugeltragbolzen werden mit Durchmessern von 10, 12 und 16 mm in Längen von 15 bis 75 mm hergestellt. Sonderabmessungen sind möglich.

(ID:35586820)