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Bei den Logistiksystemen setzt sich der Erfolgskurs des Vorjahres ebenfalls fort. 2014 wurden rund 2700 Systeme installiert, was einem Zuwachs von 27 % gegenüber 2013 entspricht. Rund 2100 automatisch geführte Fahrzeuge hat allein die verarbeitende Industrie gekauft.
Markt für Medizinroboter schwächelt
Der Absatz der Medizinroboter ging 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 5 % auf 1224 Einheiten zurück. Wichtigster Einsatzbereich sind robotergestützte Operations- und Therapie-Systeme (978 Einheiten). Bei einem Durchschnittspreis von 1 Mio. US-Dollar einschließlich Nebenleistungen bilden diese Serviceroboter das teuerste Preissegment. Medizinroboter machen mit einem Verkaufswert von rund 1,3 Mrd. US-Dollar 35 % des Gesamtwerts unter den Service-Robotern für professionelle Einsätze aus. Hersteller bieten den Kunden daher als Finanzierungsoption auch Leasingmodelle an.
Auch der Markt für Exoskelette hat sich in kurzer Zeit dynamisch entwickelt: Der Umsatz stieg 2014 mit 273 Systemen (2013: 160) um 80 %, woraus sich sehr gute Prognosen für die kommenden Jahre ableiten lassen. Diese körpergetragenen Systeme, die zunächst überwiegend für militärische Anwendungen entwickelt wurden, erfahren eine rasante Weiterentwicklung für die Rehabilitation oder für die Unterstützung bewegungseingeschränkter Menschen. Im professionellen Umfeld dienen erste körpergetragene Hebehilfen als Kraftunterstützung und ermöglichen ergonomisches Arbeiten auch bei physisch anspruchsvollen Aufgaben. Exoskelette können dabei den ganzen Körper oder nur die beanspruchten Körperteile entlasten.
Start-Ups setzen auf den Servicerobotermarkt
Neben den konkreten Zahlen für Produkte haben die Auswertungen der IFR auch ergeben, dass von den Unternehmen, die im Servicerobotermarkt agieren, über 15 % Start-ups sind, d.h. technologiegetriebene Unternehmen, die weniger als fünf Jahre alt sind. Dies belegt das Marktpotenzial, das Gründer und Investoren in dem stetig wachsenden Feld der Robotik sehen.
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