Erweiterte Fertigungsgrenzen

Siemens macht die additive Fertigung zum Innovationstreiber

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Die additive Fertigung unterstützt die Kreislaufwirtschaft

Die additive Fertigung ist nach Ansicht der Experten auch ein wichtiger Schlüsselfaktor für eine geschlossene Kreislaufwirtschaft. Es gelte, Produkte so zu gestalten, dass sie am Ende ihres Lebenszyklus wiederverwendet, recycelt oder sicher in die Umwelt zurückgeführt werden können. Gelingt das, fördert es eine nachhaltige Wertschöpfungskette, reduziert Abfall und schont damit automatisch Ressourcen. Das Produktdesign spiele dabei aber eine zentrale Rolle, weil rund 80 Prozent der Umweltauswirkungen in der Designphase definiert würden. Siemens setzt dabei auf industrielle künstliche Intelligenz (KI) und das industrielle Metaverse, um ein Bauteilkonzept möglichst optimal zu machen und automatisierte, smarte Workflows zu erreichen. Siemens-Tools ermöglichten es beispielsweise Toolcraft, den Konstruktions- und Engineering-Prozess für Bauteile um 30 Prozent bei Neukonstruktionen und um 85 Prozent bei Designänderungen zu verbessern.

3D-gedruckte Möbel entlasten die Umwelt

Und das Unternehmen Haddy revolutioniert die Möbelherstellung durch fortschrittlichen 3D-Druck und Robotik, um hochwertige, nachhaltige Produkte zu niedrigen Kosten in kommerziellem Maßstab herzustellen. Haddy baut dabei ein globales Netzwerk lokaler Mikrofabriken auf, die mit hybriden Flexbot-Systemen von CEAD und Recyclingeinheiten ausgestattet sind. So will man die Lieferkette verkürzen und die Umwelt durch Abfallvermeidung entlasten, heißt es weiter. Weil alle relevanten Daten während des Fertigungsprozesses erfasst würden, könnten die genutzten Roboter kontinuierlich optimiert werden, um Geschwindigkeit, Genauigkeit und Effizienz zu steigern. Haddy greife auch ausschließlich auf erneuerbare und recycelbare Materialien zurück. Und mithilfe der Haddy-Inside-RFID-Chips sowie einer skalierbaren Cloud-API führe Haddy ein echtes Kreislaufsystem für seine Produkte ein.

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Der AM-I-Navigator wird mit Stratasys bereichert

Mit Stratasys als weiteren Siemens-Partner geht der AM-I-Navigator in die nächste Runde, wie es weiter heißt. Seit der Gründung der Initiative im November 2023 wurde das Rahmenwerk stetig weiterentwickelt und mit konkreten Anwendungsbeispielen ergänzt. Der Navigator biete mit seinem Rahmenwerk einen strukturierten Ansatz, um den aktuellen Stand und die Schritte hin zu einem Zielzustand der industrialisierten additiven Fertigung zu definieren. Er basiert auf etablierten digitalen Fertigungsrahmenwerken wie dem Smart Industry Readiness Index (SIRI), der Unternehmen dabei hilft, ihren aktuellen Stand der Digitalisierung und Industrie-4.0-Reife zu bewerten und Strategien zur Modernisierung ihrer Produktionsprozesse zu entwickeln.

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