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Simulationsverbund von Tiefziehen und Crash öffnet die Trickkiste

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Auch kleine Betriebe profitieren von Virtual Reality

Durch die Möglichkeit, über VR-Softwarelösungen CAD-Daten und Berechnungsergebnisse direkt in die VR-Umgebung einzulesen, sei ein Einsatz dieser Technologie in der Blechbearbeitung heute in der Regel problemlos möglich, bestätigt auch Tankred Magg, Geschäftsführer der Leonberger Imsys Immersive Systems GmbH & Co. KG. „Die Qualität der Ergebnisse ist natürlich von der physikalischen Korrektheit der hinterlegten Umformvorgänge abhängig.“ Durch die sinkenden Investitionskosten in die VR-Hardware – Stichwort skalierbare, standardisierte Komplettlösungen – werde ein Einsatz der innovativen Technologie zunehmend auch für mittelständische Betriebe in der Blechbearbeitung interessant.

„Insbesondere im Sonderanlagenbau bieten Simulation und Visualisierung in der Virtuellen Realität entscheidende Vorteile beim Beurteilen der Zusammenhänge komplexer Konstruktionen“, so Magg weiter. „Hier ist eine Monodarstellung der Konstruktions- und Berechnungsdaten häufig nicht aussagekräftig genug.“ Die 1:1-Darstellung und Interaktionsmöglichkeit in der Virtuellen Realität biete eindeutige Vorteile – wenn sich etwa Bauteil und Umformvorgang gemeinsam visualisieren lassen. „Darüber hinaus spielen Simulation und VR im Bereich der Prozessanalyse in der Blechbearbeitung eine große Rolle.“ So könnten komplexe Fertigungsprozesse per 3D-Visualisierung und Interaktion besser beurteilt werden.

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Weitere Vorteile der VR-Technologie ergäben sich zudem beim Kundenkontakt, ergänzt Icido-Marketingdirektor Sebastian Grimm. Dem Kunden könne so nicht nur der Mehrwert eines Produktes nähergebracht werden. „Da die dreidimensionale Darstellung auch von Nichttechnikern verstanden wird, lassen sich auch bis dahin nur digital vorliegende Konfigurationen zeigen – was zu einer größeren Sicherheit bezüglich der zu fertigenden Produkte führt.“

Angestrebt werde, die Virtuelle Realität als Total Physical Interface zu nutzen, so Visenso-Chef Wierse abschließend. „Es geht also nicht nur darum, die Geometrie darzustellen, sondern gleichzeitig auch die physikalischen Eigenschaften.“ Bezogen auf die Umformtechnologie heiße das, dass sich auch gültige Aussagen zur Betriebsfestigkeit oder zum Verschleiß – etwa bei den Umformwerkzeugen – beurteilen lassen. „Das wird spannend, wenn ich gleichzeitig die Ergebnisse der Umformsimulation und die der Crash-Analyse sehe – und diese dann vergleichen kann.“ Ausgereizt sind also weder die insgesamt Simulation noch Virtuelle Realität, sowei sie die Umformtechnik betreffen.

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