Druckerhöhungsanlagen Smarte Druckerhöhungsanlagen bieten mehr als nur Druck

Autor / Redakteur: Rainer Schmitz / Stéphane Itasse

Druckerhöhungsanlagen arbeiten in großer Zahl in industriellen Prozessen oder Laboratorien und stellen dort Rein- und Prozesswässer mit dem technisch erwünschten Druck zur Verfügung. Neue Entwicklungen lassen die Anlagen jetzt deutlich kostengünstiger und sicherer arbeiten.

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Bild 1: Die neue Druckerhöhungsanlage Hydro Multi E ist mit einem Hocheffizienz-MGE-Permanentmagnetmotor ausgestattet.
Bild 1: Die neue Druckerhöhungsanlage Hydro Multi E ist mit einem Hocheffizienz-MGE-Permanentmagnetmotor ausgestattet.
(Bild: Grundfos)

Für einfachere Applikationen gibt es Einzelpumpen-Druckerhöhungsanlagen, doch bestehen Druckerhöhungsanlagen (DEA) in der Regel aus mehreren Pumpen, auf denen sich der Volumenstrom verteilt. Die Pumpen sind auf einer gemeinsamen Grundplatte installiert und miteinander verrohrt (Bild 1). Je nach Bedarf werden die Pumpen in der Drehzahl verstellt oder zu- oder weggeschaltet, bis sich der gewünschte Konstantdruck beziehungsweise das erwünschte konstante Fördervolumen einstellt.

Betriebskosten von Druckerhöhungsanlagen sind vor allem Energiekosten

Allen Druckerhöhungsanlagen in etwa gemein ist die Kostenstruktur: 85 % der gesamten Betriebskosten entfallen auf die Energiekosten. Durch eine anforderungsgerechte Auslegung, eine optimierte Pumpenhydraulik, einen Hocheffizienzmotor und nicht zuletzt durch Nutzung innovativer Steuerungsoptionen lassen sich bei den Energiekosten erhebliche Einsparungen erzielen.

Zunehmende Bedeutung im Hinblick auf die Kosten, aber auch hinsichtlich technischer Aspekte, hat der Einsatz von Frequenzumformern zur Drehzahlstellung einer einzelnen beziehungsweise jeder Pumpe der DEA: Bei konstanten Bedingungen (zum Beispiel Behälterfüllungen) sind ungeregelte Pumpensysteme im Hinblick auf die Energiekosten die günstigste Wahl. Bei sich verändernden Bedingungen, wie schwankenden Vordrücken und unterschiedlichen Abnahmemengen, sind drehzahlgestellte Systeme stets vorzuziehen (Bild 2).

Verteilung der Fördermenge auf bis zu vier Pumpen senkt die Betriebskosten

Mit einer Leistung bis 140 m³/h und 150 m Förderhöhe ist die neue DEA-Baureihe Hydro Multi E von Grundfos für eine Vielzahl von Anwendungen nutzbar. Bei stark schwankenden Abnahmeprofilen wird die Fördermenge auf bis zu vier Pumpen verteilt – das minimiert die Betriebskosten, da bei schwankenden Volumina jede Pumpe in einem optimalen Wirkungsgradbereich arbeiten kann. Die DEA sind wahlweise mit mehrstufigen horizontalen Pumpen der Baureihe CME-I oder mit mehrstufigen vertikalen Pumpen der Baureihe CRIE verfügbar.

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