Werkzeugkonstruktion Spezielle Konstruktionsmethodik lässt aus einem Produkt viele Varianten entstehen

Autor / Redakteur: Harald Schwenke / Dietmar Kuhn

Bei der Entwicklung und Konstruktion von Werkzeugen unterschiedlicher Größe sind meist wiederkehrende Bauteile oder Elemente zu beobachten. Um diese für ein neues Werkzeug nicht jedesmal neu konstruieren zu müssen, steht mit Variable Mould Tooling Design (VMTD) eine Konstruktionsmethodik zur Verfügung, mit der ohne größere Aktion zahlreiche Varianten generiert werden können.

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Variable Mould Tooling Design (VMTD) steht für Formkonstruktionen die nach einer Konstruktionsmethodik erzeugt werden, deren Ziel darin besteht aus einem erzeugten Produkt möglichst viele Varianten erstellen zu können, ohne dabei auf die größtmögliche Flexibilität verzichten zu müssen.

Am Beispiel einer Druckgussform, die mit Catia V5 erzeugt wurde, wird aufgezeigt, welche Möglichkeiten eine assoziativ-parametrische Konstruktion bietet. Die im Allgemeinen angewendete Konstruktionsmethode basiert auf der Verwendung von Einzelteilen und Normteilen aus Bibliotheken und Katalogen ecetera oder der Änderung einer bestehenden fertigen Konstruktion (soweit es sinnvoll ist). Dabei müssen die Einzelteile geladen und in die Produktstruktur eingebunden werden und es müssen Bedingungen erzeugt werden um die Teile zueinander zu positionieren.

Bisherige Konstruktionsmethoden wenig änderungsfreundlich

Diese Vorgehensweise ist zeitintensiv und wenig änderungsfreundlich, zumal bei Änderungen von Normteilen das Teil ausgetauscht werden muss. Die Änderung einer bestehenden Konstruktion bringt nur eine Einsparung, wenn die Dimensionen nicht wesentlich geändert werden muss, und es ergibt sich bei dieser Vorgehensweise ein nicht unerhebliches Fehlerpotenzial.

Bild 2: Explosionsdarstellung einer Druckgussform, wobei die dargestellten Einzelteile in der Regel Bestandteil jeder beliebigen Druckgussform sind; hier setzt der Varianten-Gedanke an. (Archiv: Vogel Business Media)

Aus diesen Erfahrungen heraus entstand der Gedanke einen neuen Ansatz zu suchen, mit dem eine flexible Konstruktion möglich ist. Voraussetzung dafür ist ein modernes CAD-System wie Catia V5. In Bild 2 ist die Explosionsdarstellung einer Druckgussform gezeigt. Die dargestellten Einzelteile sind in der Regel Bestandteil jeder Druckgussform, es wurde bewusst auf eine Spezifikation nach bestimmten Vorgaben verzichtet um eine hohe Flexibilität zu erreichen, da es sich hier um eine Entwicklungsbasis handelt.

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