Zerspanungsprozesse

Spindelsystem kitzelt aus Frässystemen mehr Leistung raus

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Mit steifer Maschine und passender Spindel zur 40-%-Zeiteinsparung

„Bei uns kommen die AR15-Gehäuseoberteile als Rohteile an und werden dann gefräst. Dabei ist für uns vor allem die Präzisionskette entscheidend, die von der Spindel über die Werkzeugaufnahme durch das Werkzeug und das Werkstück in die Einspannung und zurück in die Maschine stimmen muss“, betont Krüger.

Dem Hera-Entscheider nütze das steifste Bearbeitungszentrum nichts, wenn die Werkzeugaufnahme nicht mithalten könne. Die DMG-Maschinen seien aber sehr gut dazu geeignet, denn deren Speedmaster-Spindeln verfügen über das Big-Plus-System. So können außer den herkömmlichen BT- respektive SK-Werkzeughaltern auch solche für Big-Plus-BT und Big-Plus-SK eingesetzt werden, heißt es. Der Vorteil bestehe darin, dass Im Gegensatz zu anderen Maschinenspindelkonstruktionen der Big-Plus eine simultane Kegel- und Plananlage zwischen Maschinenspindel und Werkzeughalter bietet. Das mache die Verbindung zwischen Maschine und Werkzeug besonders stabil. „Das System hat mich wirklich überzeugt. Wir können nicht nur unsere Qualitätsanforderungen erfüllen, sondern durch erhöhten Vorschub im Vergleich zu vorher auch noch 40 % Bearbeitungszeit einsparen“, so Nöth.

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So funktioniert das Big-Plus-System genau

Armin Salbaum aus dem Bereich Anwendungstechnik & Fertigungsoptimierung von Big Kaiser erklärt den Effekt: „Im Vergleich zur normalen Steilkegelschnittstelle ermöglicht das BIG-Plus-System den gleichzeitigen Kontakt am Kegel und an der Planfläche der Aufnahme. So kommt eine wesentlich höhere Stabilität zustande.“ Das Werkzeug werde dabei so weit in die Spindel gezogen, bis die Planfläche des Werkzeugs die Oberfläche der Spindelnase erreiche. Deswegen ist es laut Salbaum auch so wichtig, dass die Aufnahmen in der Toleranz liegen.

Tun sie das nicht, wie es bei nicht lizensierten Plananlage-Werkzeugaufnahmen vorkommen kann, beschädigt das unter Umständen die Spindel schwer. Jedenfalls dämpfe das Big-Plus-System Vibrationen und erhöhe die Steifigkeit, was die Bearbeitungsgenauigkeit und Wiederholbarkeit erhöht. Das macht das Schwerzerspanen und hohe Schnittgeschwindigkeiten bei gleichzeitig erhöhter Standzeit möglich, so Salbaum. Kurz gesagt könne man mit einer 30er-Big-Plus-Maschinenspindel arbeiten wie mit einer herkömmlichen 40er und die Big-Plus-SK40 sei von der Steifigkeit her sogar eher mit einer SK50 vergleichbar. Das erlaubt Zerspanungsmöglichkeiten, die sonst nur mit wesentlich größeren Anlagen und Spindeln machbar wären, heißt es weiter.

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