Fehlmann

Spitzen-Fünfachser fertigt Spitzenarmaturen

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Fehlmann muss sich beim Preis nicht verstecken.

Hanspeter Fehlmann: «Das muss man gegebenenfalls ein wenig erläutern. Ein Hersteller beispielsweise hatte ein Angebot mit schneckengetriebenen Rundachsen offeriert. Dann ist der Preis natürlich weniger hoch. Aber wenn wir hier einen Torque-Motor mit vergleichbarer Technik wie die Versa fordern, wäre der Mitbewerber teurer geworden. Ich muss nochmals hervorheben, Fehlmann muss sich beim Preis nicht verstecken.»

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Jürg Solenthaler (Verkaufsleiter Fehlmann AG) ist über diese Aussage nicht überrascht: «Man kann es vielleicht so sagen, beim Preis haben wir dann Mühe, wenn der Kunde eine 08/15-Maschine benötigt. Wenn als Standard ein schneckengetriebener Rundtisch gefordert wird, dann wird es sicher eng für uns. Aber sobald die Ansprüche höher werden, dann sind wir immer gut im Rennen und nicht selten ganz weit vorn. Die Stärken unserer Maschinen kommen dann zum Tragen, wenn es um Einzelteilfertigung bis hin zu kleinen Serien geht. Das Anforderungsspektrum im KWC-Werkzeugbau – oder allgemein gesagt, wenn es sehr anspruchsvoll wird – ist perfekt auf uns zugeschnitten.»

Prüfung des Anforderungsprofils

J. Solenthaler: «Ich habe mir nach der Anfrage ein genaues Bild von den Anforderungen bei KWC-Werkzeugbau gemacht. Vor allem wie sie ihre Werkzeugformen bisher bearbeitet haben, und ich habe versucht, gemeinsam mit den Verantwortlichen herauszufinden, wie sie in Zukunft fertigen wollen. Die Fertigungs-Lösung die wir entwickeln, muss auf die Anforderungen zugeschnitten sein. Hierbei spielt die Technologie eine ganz wesentliche Rolle, aber wenn wir zu teuer werden, nützt die beste Technik nichts. Deshalb muss die Lösung auch wirtschaftlich sein. Und: Die Fehlmann AG setzt auf eine sehr hohe Fertigungstiefe, das ist mit ein Grund, dass wir WZM-Lösungen zu einem sehr guten Preis anbieten können.»

Toleranzfelder im IT7er-Bereich

Preis ist die eine Seite, auch die Technologie musste stimmen. Hanspeter Fehlmann: «Die Versa ist ein technologisches Meisterwerk, das muss man klar sagen. An der Maschine ist alles durchdacht. Man kann mit ihr 5-achsig simultan in hoher Präzision fertigen. Die Heidenhain-Steuerung ist für den Werkzeugbau ideal. Und die Präzision ist ausgezeichnet.»

Funktionsflächen werden geschabt

Die Toleranzfelder liegen grösstenteils im IT7-Bereich, selten müssen IT6-Toleranzfelder gefertigt werden. Aber wenn es drauf ankommt, ist das für die Versa völlig unproblematisch. Die Anforderungen an die Komplexität gehen zum Teil bis in den 5-Achs-Simultanbereich rein. Das ist anspruchsvoll, doch auch dafür ist die Versa massgeschneidert. Auf den Wärmegang der Maschine angesprochen, sagte Hanspeter Fehlmann: «Den bemerken wir praktisch nicht.»

Das ist eigentlich selbstverständlich, wie J. Solenthaler sagt: «Wir legen seit Jahrzehnten Wert auf eine sehr hohe mechanische Präzision. Die Auflageflächen der Profilführungen sind nach wie vor eingeschabt, das ist ein typisches Swiss-made-Merkmal. Aber auch elektronische Kompensation ist heute zwingend. Die Versa verfügt über Temperatursensoren, so dass die Spindel sich automatisch korrigiert.»

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