SPS/IPC/Drives 2008 SPS steuert kleine und mittlere Anlagenteile

Autor / Redakteur: Michael Gulsch / Alexander Strutzke

Im klassischen Sinn diente die Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) der Ablaufsteuerung von Automaten und Fertigungsstraßen. Aufgrund der stetig fortschreitenden Miniaturisierung ist sie in den letzten Jahren nicht nur kompakter, sondern auch leistungsfähiger geworden. So wird die SPS heute beispielsweise in schnellen Regelkreisen eingesetzt, in denen vor weniger als zehn Jahren Signalprozessoren verwendet werden mussten.

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In den letzten Jahren ist die Rechenleistung insbesondere im Bereich der Fließkomma-Arithmetik gestiegen, sodass analoge Werte auch von kleinen Prozessoren in kurzer Zeit verarbeitet werden können. Eine weitere Technik, die sich unabhängig von der Automatisierungstechnik entwickelt hat, ist die Kommunikations- und Informationstechnik. Dies ist unter anderem in der Tatsache begründet, dass Informationen heute sowohl für alle Anwender als auch bestimmte Nutzerkreise jederzeit und überall verfügbar sein sollen. Vor diesem Hintergrund werden im Bereich der Automatisierungstechnik neue, funktionalere SPS gefordert, die neben der Maschinensteuerung zahlreiche Übertragungsprotokolle und Netzwerk-Services unterstützen.

Bildergalerie

Im klassischen Maschinenbau werden Steuerungen immer häufiger untereinander vernetzt, um die zum Teil umfangreichen Steuerungsaufgaben zu dezentralisieren sowie auf verschiedene SPS zu verteilen. Weil über die Steuerung oftmals auch Betriebs- und Qualitätsdaten erfasst sowie Prozessdaten überwacht werden, sollte sie zur einfachen Ankopplung an das Unternehmensnetzwerk sowie zur Nutzung der erforderlichen Kommunikationsprotokolle eine Ethernet-Schnittstelle bieten.

Ethernet-Anschluss ist bei allen SPS verfügbar

Die Geräte des umfangreichen Steuerungs-Portfolios von Phoenix Contact stellen mindestens einen Ethernet-Port zur Verfügung, über den sich viele der aus der Informations- und Kommunikationstechnik bekannten Protokolle abbilden lassen. In der unteren Leistungsklasse für kleine bis mittlere Steuerungsanforderungen umfasst das Produktspektrum derzeit vier SPS:

  • ILC 150 ETH als Basisvariante,
  • ILC 155 ETH mit einem größeren Speicher sowie einer Lizenz zur Verwendung der SQL-Bibliothek,
  • ILC 150 GSM/GPRS mit eingebautem GSM-Modem zur Kommunikation über die bekannten Mobilfunknetze,
  • ILC 170 ETH 2TX mit steckbarem Parametrierungsspeicher in Form einer 256-MByte-SD-Karte sowie zwei Ethernet-Ports zur einfacheren Vernetzung (Bild 1 – siehe Bildergalerie).

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