Klimaschutz-Projekt Stahlabwärme fürs Bierbrauen

Redakteur: M.A. Frauke Finus

König-Brauerei, Eon und Thyssenkrupp Steel starten innovatives Klimaschutz-Projekt im Gebiet Rhein-Ruhr.

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Abwärme liefert thermische Energie für Brauereiprozesse.
Abwärme liefert thermische Energie für Brauereiprozesse.
(Bild: Thyssenkrupp)

Geplant ist, industrielle Abwärme von Thyssenkrupp Steel durch eine neue, von Eon gemanagte Dampfübernahmeleitung in die König-Brauerei zu führen, um so die für die Brauereiprozesse benötigte thermische Energie bereitzustellen, wie es in einer Mitteilung heißt.

Dazu soll Abwärmedampf aus der Stahlproduktion vom Kraftwerk Ruhrort von Thyssenkrupp Steel eingesetzt werden. Eon baut die Leitungsinfrastruktur und übernimmt das Energiemanagement. Eine entsprechende Vereinbarung über eine langfristige Kooperation haben die drei Unternehmen jetzt unterzeichnet. Das Projekt wird vom Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen des Wettbewerbs Energieeffizienz gefördert.

Ausgangspunkt für die Kooperation ist das Kraftwerk Ruhrort von Thyssenkrupp Steel als Teil des integrierten Energieverbundes des Stahlherstellers. In dieses Rohrleitungsnetz wird von verschiedenen Erzeugern, wie zum Beispiel den Stahlwerken, Dampf eingeleitet. Ein Teil dieser Abwärme kann nun abgezweigt und der König-Brauerei über eine neue Leitung zur Verfügung gestellt werden. Eon übernimmt als Energiepartner den Bau dieser Leitungsinfrastruktur. Die Emschergenossenschaft stellt für die Errichtung einer Übergabestation zu Thyssenkrupp ein Grundstück zur Verfügung. Der Dampf wird von der König-Brauerei übernommen und als Prozessdampf im Betrieb genutzt. Nach jetzt erfolgter Vertragsunterzeichnung wird als nächster Schritt die Leitungsinfrastruktur gebaut sowie eine neue Dampfumformungsanlage in der König-Brauerei errichtet. Starten soll die neue Energieversorgung der Brauerei im Frühjahr 2022.