Fräsmaschinen Starrag Heckert bleibt in den schwarzen Zahlen

Redakteur: Stéphane Itasse

Der Schweizer Fräsmaschinen-Spezialist Starrag Heckert schreibt trotz eines stark gesunkenen Umsatzes noch schwarze Zahlen. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilt, erreichte der Gewinn nach Steuern zum Ende des dritten Quartals 11,3 Mio. Schweizer Franken, 40% weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Auftragseingang brach allerdings noch stärker ein, das Unternehmen muss seine Kapazitäten anpassen.

Anbieter zum Thema

Währungsbereinigt erhielt Starrag Heckert nach eigenen Angaben in den ersten neun Monaten 2009 Aufträge für 154 Mio. Franken nach 293 Mio. Franken im Vorjahreszeitraum. Das entspreche einem - von 46%. Der Umsatzerlös liege bei 199 Mio. Franken und damit um währungsbereinigt 9,9% unter der Vorjahresperiode (227 Mio. Franken, nominal -12,3%). Das EBIT habe sich aufgrund der tieferen Kapazitätsauslastung von 28,1 Mio. Franken auf 15,8 Mio. Franken beziehungsweise 7,9% des Umsatzerlöses reduziert. Der Gewinn nach Steuern betrage 11,3 Mio. Franken (-40%).

Kapazitäten werden vor allem in Chemnitz abgebaut

Aufgrund des anhaltend schwachen Auftragseingangs will Starrag Heckert seine Kapazitäten anpassen. In Chemnitz und an anderen Standorten werden 140 Stellen abgebaut, wie der Fräsmaschinen-Spezialist ankündigt.

Der Auftragseingang sei sich rezessionsbedingt im Vergleich zur deutlich überdurchschnittlichen Vorjahresperiode um währungsbereinigt 46% zurückgegangen. Insgesamt hat sich Starrag Heckert damit nach eigenen Angaben in der Krise deutlich besser gehalten als der gesamte Werkzeugmaschinenmarkt (Deutschland -66% in den ersten neun Monaten 2009, Japan -72% in den ersten acht Monaten 2009).

Im dritten Quartal konnte Starrag Heckert zwei Großaufträge von Kunden in der Luftfahrtindustrie im Gesamtwert von rund 20 Mio. Franken gewinnen, heißt es weiter. Insgesamt würden sich die Zielmärkte Luftfahrt und Energieerzeugung nach wie vor resistenter entwickeln, während der Transport und Maschinenbau vom Rückgang des Auftragseingangs stärker betroffen seien, was insbesondere Auswirkungen auf die Auslastung des Standorts Chemnitz habe.

Auftragsbestand von Starrag-Heckert sinkt um 24 Mio. Franken

Der Auftragsbestand von Starrag Heckert sei aufgrund des rückläufigen Auftragseingangs von 188 Mio. Franken per Ende 2008 auf 144 Mio. Franken am Ende der Berichtsperiode zurückgegangen. Der Rückgang beim Betriebsergebnis EBIT sei auf die im Vorjahr vorgenommene Kapazitätserhöhung zurückzuführen, welche teilweise erst ab 2009 kostenwirksam geworden sei.

(ID:326007)