Fräsmaschinen

Starrag Heckert bleibt in den schwarzen Zahlen

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Trotzdem habe Starrag Heckert dank rechtzeitig eingeleiteten Kapazitätsanpassung eine im Branchenvergleich deutlich überdurchschnittliche Betriebsgewinnmarge von 7,9% des Umsatzerlöses erreicht. Insgesamt seien in den ersten neun Monaten 2009 erste Einsparungen bei den Betriebskosten von 7 Mio. Franken realisiert worden.

Währungseffekte erhöhen Reingewinn von Starrag Heckert

Aufgrund eines besseren Währungsergebnisses habe sich der Reingewinn leicht unterproportional von 18,7 Mio. Franken auf 11,3 Mio. Franken oder 5,7% des Umsatzerlöses zurückgebildet. Die Bilanzsumme konnte dank des Abbaus von Forderungen und Vorräten auf 208 Mio. Franken reduziert werden (31. Dezember 2008: 224 Mio. Franken), heißt es.

Entsprechend ergebe sich ein Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit von 13.4 Mio. Franken (Vorjahresperiode -7,4 Mio. Franken) sowie eine Reduktion der Nettoverschuldung von 13,7 Mio. Franken per 31. Dezember 2008 auf 9,8 Mio. Franken. Per 30. September werde ein Eigenkapital von 115,8 Mio. Franken ausgewiesen. Dies entspreche einer Eigenkapitalquote von 56%, womit die Starrag-Heckert-Gruppe im Branchenvergleich äußerst solide finanziert sei.

Starrag-Heckert-Werk in Chemnitz baut 100 Stellen ab

Aufgrund der anhaltend schwachen Entwicklung der Absatzmärkte sowie der Erwartung, dass das Auftragseingangsvolumen 2008 auf längere Zeit nicht mehr erreicht wird, hat Starrag Heckert einen Maßnahmenplan zur Anpassung der Kapazitäten und zur Senkung der Kosten beschlossen. Dieser sieht vor, dass aufgrund der mittelfristigen Marktaussichten eine Kapazitätsreduktion um rund 140 Arbeitsplätze notwendig wird, davon 100 am Standort Chemnitz und 40 an den übrigen Standorten.

Diese Kapazitätsanpassung soll so weit möglich mit natürlicher Fluktuation sowie dem in Deutschland verfügbaren Mittel der konjunkturellen Kurzarbeit realisiert werden, heißt es. Die getroffenen Maßnahmen würden zu nachhaltigen Kostensenkungen führen. Die für den Sozialplan anfallenden Restrukturierungskosten werden im vierten Quartal 2009 die Erfolgsrechnung belasten, kündigte der Fräsmaschinen-Spezialist an.

Starrag-Heckert gibt keine konkrete Prognose ab

Starrag Heckert hält nach eigenen Angaben die Investitionen in die Entwicklung von neuen Produkten auf unverändert hohem Niveau und hat auf der weltweit wichtigsten Werkzeugmaschinenmesse EMO Mailand im Oktober vier neu entwickelte Maschinenbaureihen für ihre Zielmärkte vorgestellt. Die Aussichten für den restlichen Jahresverlauf 2009 und ins Jahr 2010 hinein würden unsicher bleiben.

Über den Zyklus hinweg dürfe weiterhin davon ausgegangen werden, dass die Zielmärkte Luftfahrt, Energieerzeugung, Transport und Präzisionsmaschinenbau attraktiv bleiben. Trotzdem sei aus heutiger Sicht nicht abzusehen, wann und wie schnell ein konjunktureller Aufschwung einsetzt, welcher zu einer nachhaltigen Erholung der Investitionstätigkeit führt.

Auftragseingang, Umsatzerlös und Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2009 werden zwar deutlich unter dem Vorjahr, jedoch ebenso deutlich über dem Branchendurchschnitt liegen, kündigte Starrag Heckert abschließend an. Insgesamt geht das Unternehmen davon aus, das gesamte Geschäftsjahr 2009 mit einem positiven Ergebnis abzuschließen.

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