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Leitfähigkeit für Schaltschrank und Motoren problematisch
Aufgrund der elektrischen Leitfähigkeit der Kohlenstofffasern können CFK-Stäube große Schäden an elektrischen Bauteilen erzeugen. Bei Werkzeugmaschinen betrifft dies vor allen Schaltschränke und Motoren. Zudem beschleunigt die extreme Härte der Kohlenstofffaserpartikel stark den Verschleiß von Führungen und Lagern, falls diese unzureichend gekapselt sind. Darüber hinaus können im Umkreis der Kontaktstelle von Werkzeug und Werkstück Schädigungen an der Werkstückoberfläche durch abrasiven Materialabtrag auftreten. Diese Gefahr besteht auch für Komponenten des Werkstückspannsystems und der Werkzeugmaschine.
Drei Systeme zur Stauberfassung stehen am Markt zur Auswahl
Aus diesen Gründen kommt der Staubabsaugung bei der CFK-Bearbeitung eine große Bedeutung zu. Grundsätzlich sind dabei drei Systemkategorien zu nennen:
- Werkzeugnah positionierte Absaugvorrichtungen entfernen die Späne und Partikel unmittelbar an der Kontaktstelle von Werkzeug und Werkstück. Sie zeichnen sich durch hohe Erfassungsraten und einen niedrigen Energieverbrauch aus. Aufgrund der Störkontur nahe dem Werkzeug – einhergehend mit einer erhöhten Kollisionsgefahr – ist mit derzeit am Markt erhältlichen Ausführungen eine 3D-Bearbeitung jedoch nur bedingt möglich.
- Bei der werkzeuginternen Absaugung wird das Spangut durch den Werkzeugkörper gesaugt. Dieses Prinzip kommt bei der CFK-Bearbeitung jedoch selten – für Spezialfälle – zur Anwendung.
- Weit verbreitet in der Industrie sind dagegen sogenannte Raumabsaugungsanlagen, die den gesamten Maschinenarbeitsraum erfassen. Diese Systeme werden auch oftmals als Ergänzung mit der werkzeugnahen oder werkzeuginternen Absaugung kombiniert, insbesondere zur Erfassung des von diesen nicht erfassten Feinstaubs.
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