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CFO-Studie

Strenge CFOs können schlecht fürs Geschäft sein

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Merkmale der anderen vier CFO-Führungsstile

Der Politiker ist der am meisten verbreitete CFO-Arbeitsstil in der Studie – über ein Viertel (27 %) der CFOs fallen darunter. Der Politiker ist eine eher vorsichtige Führungskraft mit einem methodischen, teamorientierten Ansatz. Politiker bevorzugen es, bei wichtigen Entscheidungen Mitarbeiter umfassend miteinzubeziehen und würden eher eine Entscheidung verschieben als Fehler zu riskieren. Mehr als der Durchschnitt sind sie davon überzeugt, dass Zusammenarbeit eine zentrale Herausforderung ist, die gelöst werden muss (27 % gegenüber 22 % des Durchschnitts), weshalb sie vor allem Investitionen in Technologien unterstützen würden, die Collaboration fördern.

Entscheidet aus dem Bauch: Der Dirigent

Der Dirigent setzt gern hohe, herausfordernde Ziele für sich selbst und seine Mitarbeiter. Dirigenten sind durchaus bereit Regeln zu brechen und außerhalb formaler Systeme und Prozesse zu arbeiten. Zudem ist es bei ihnen wahrscheinlicher, dass sie nach Bauchgefühl entscheiden statt anhand harter Fakten (54 % gegenüber 46 % im Durchschnitt).

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Dirigenten sind durchschnittlich zufrieden mit ihren IT-Systemen und sagen zumeist, dass ihre Systeme einfach zu bedienen sind (35 % gegenüber 30 % im Durchschnitt). Theoretisch könnte das daran liegen, dass sie von ihren Geschäftssystemen weniger detaillierte Drill-Down-Daten erwarten und es ihnen genügt, mit Zusammenfassungen bzw. Übersichtsinformationen zu arbeiten.

Bloß keine Fehler machen: Der Fürsorgliche

Der fürsorgliche CFO würde eher eine Entscheidung verschieben als das Risiko eines Fehlers einzugehen. Die Studie zeigt, dass der Mangel an präzisen Daten zu seinen größten Befürchtungen gehört (52 % der Fürsorglichen im Vergleich zu 44 % des Durchschnitts erachten dies als eine ihrer Top-Zwei-Prioritäten). Laut der Studie ärgern sich Fürsorgliche über fehlende Qualität der Informationen zur Wirtschaftlichkeit einzelner Produktlinien (nur 48 % sind der Meinung, dass sie dazu gute Informationen haben im Gegensatz zu 57 % des Gesamtdurchschnitts).

Denkt an die Zukunft: Der Visionär

Der Visionär arbeitet außerhalb formaler Systeme und bevorzugt Entscheidungen basierend auf Erfahrung und Intuition. Er befürchtet eher, nicht genügend Zeit oder Ressourcen zu haben für aussagekräftige Einblicke (26 % gegenüber 18 % des Durchschnitts) und befürwortet Veränderung. Visionäre neigen sehr viel wahrscheinlicher als ihre Kollegen zu der Idee, in Zukunft mehr teambasierende Entscheidungsprozesse zu benötigen (23 % der Visionäre gegenüber 14 % des Durchschnitts). Sie betonen die Notwendigkeit von Veränderungen in IT-Systemen in nächster Zukunft deutlicher (41 % der Visionäre sind überzeugt, dass ihre Systeme ein Update benötigen, im Gegensatz zu 32 % im Durchschnitt). Etwa 27 % glauben, dass sie bald in neue Systeme investieren sollten (gegenüber 17 % im Durchschnitt).

„Unternehmenssysteme sollten erneuert werden, bevor sie von der Organisation überholt werden und bevor es dazu kommt, dass sie die operative und finanzielle Leistungsfähigkeit einer Organisation beeinträchtigen“, sagt Malcolm Fox, Vice President, Product Marketing bei Epicor. „Aus diesem Grund ist es nicht überraschend, dass Traditionalisten – die von allen CFO-Typen am wenigsten die Notwendigkeit von Veränderungen in technischen Systemen anerkennen – eher Unternehmen führen, die weniger Gewinnwachstum verzeichnen als andere CFOs in der Vergleichsgruppe.“

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