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CFO-Studie

Strenge CFOs können schlecht fürs Geschäft sein

| Redakteur: Robert Horn

Was hinter den Zahlen steckt: Eine von Epicor beauftragte Studie zeigt die unterschiedlichen CFO-Typen und wie Technologie-Investitionen von individuellen Führungsstilen beeinflusst werden können.

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Die Epicor-Studie unterscheidet zwischen sechs CFO-Typen: Politiker, Revolutionäre, Fürsorgliche, Dirigenten, Traditionalisten und Visionäre.
Die Epicor-Studie unterscheidet zwischen sechs CFO-Typen: Politiker, Revolutionäre, Fürsorgliche, Dirigenten, Traditionalisten und Visionäre.
(Bild: Epicor)

Wie und warum Chief Financial Officer (CFO) Technologie-Investitionen vertreten, um das operative Geschäft zu unterstützen, hängt von ihrem persönlichen Führungsstil ab. Dies ist eines der Kernergebnisse der aktuellen internationalen Studie*, die heute von Epicor Software veröffentlicht wurde, einem der weltweit führenden Anbieter von Unternehmenssoftware für Fertigungs- und Handelsunternehmen.

Die Studie bietet Einblicke in den Arbeits- und Führungsstil von mehr als 1500 CFOs, die weltweit zentrale Positionen besetzen, um die Profitabilität der Unternehmen zu verbessern. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei Entscheidungen für kritische Investitionen wie etwa in Technologien und Unternehmenssysteme.

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Vom Politiker zum Visionär

Anhand der Antworten auf eine Reihe von Fragen über ihren eigenen Stil der Entscheidungsfindung zeigt die Studie, dass CFOs in sechs Kategorien unterschieden werden können: Politiker (27 %), Revolutionäre (19 %), Fürsorgliche (19 %), Dirigenten (16 %), Traditionalisten (9 %) und Visionäre (9 %).

Die Studie fand heraus, dass CFOs, die als Revolutionäre charakterisiert werden, zu Unternehmen mit dem höchsten Gewinnwachstum gehören (72 % der Revolutionäre verzeichneten Gewinnwachstum gegenüber dem Durchschnittswert von 64 %). Hingegen waren die Traditionalisten unter den CFOs bei Unternehmen mit dem geringsten Gewinnwachstum zu finden (56 % der Traditionalisten konnten Gewinnwachstum verzeichnen im Vergleich zum Durchschnitt von 64 %).

Traditionalisten – konservative, strenge CFOs, die bevorzugt mit bestehenden Systemen arbeiten und bei ihrer Entscheidungsfindung nicht gern beeinflusst werden von Image oder Personen – erkennen am wenigsten von allen Typen die Notwendigkeit von Veränderungen an, wenn es um technische Systeme geht (nur 14 % der Traditionalisten glauben, dass ihr IT System erneuert werden sollte, der Durchschnittswert dieser Befragung lag bei 32 %).

Hingegen sind Revolutionäre gern bereit, eine Veränderung in der Unternehmenskultur und -struktur in Betracht zu ziehen und sie mögen es, hohe und herausfordernde Ziele zu setzen. Sie setzen auf einen weniger strukturierten Ansatz und arbeiten häufig außerhalb formaler Systeme und Prozesse, nehmen – wenn nötig – auch Risiken in Kauf. Die Studie zeigt, dass sie gegenüber der IT, die das Finanzwesen betrifft, kritischer sind als andere CFO-Typen – 48 % der Revolutionäre sagen, dass ihre verfügbaren IT-Systeme unzureichend seien – eine Ansicht, die nur von 36 % ihrer Kollegen geteilt wird. Dies scheint eine Folge ihres Querdenker-Stils der Improvisation zu sein und ihrer Art, Informationen auf anderen Wegen außerhalb des Geschäftssystems einzuholen.

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