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Technische Dokumentation für den internationalen Markt

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Weder die Dokumentationserstellung noch die -übersetzung können unter diesen Bedingungen von einzelnen Personen und ohne entsprechende Werkzeuge geleistet werden. Gefragt sind ein professionelles Zeit- und Projektmanagement für größere Teams (eventuell an verschiedenen Standorten) sowie eine Optimierung des gesamten Prozesses mit einem möglichst hohen Automatisierungsgrad.

Terminologie nimmt in der technischen Dokumentation tragende Rolle ein

Im Hinblick auf Verständlichkeit, Eindeutigkeit und Kosteneinsparung ist die Terminologie, das heißt der Fachwortschatz, einer der wichtigsten Faktoren.

Der Umgang mit dem Fachwortschatz muss sowohl den Adressaten als auch der Sache gerecht werden. Doch die zentrale Anforderung an Terminologie ist – wie oben schon erwähnt – ihr einheitlicher Gebrauch. Es darf nicht passieren, dass beispielsweise dieselbe Schaltfläche einer Software-Anwendung in der Online-Hilfe, in der gedruckten Hilfe und im Tutorial immer wieder anders benannt wird. Die Verwirrung und Frustration des Kunden, die durch diese Synonymie entstehen, ist enorm. Noch fataler und imageschädigender ist der uneinheitliche Gebrauch von Produktnamen und anderen firmenspezifischen Bezeichnungen.

Um hier Einheitlichkeit und somit eine echte Corporate Language zu gewährleisten, ist ein professionelles Terminologiemanagement erforderlich, das die vorhandenen fach- und firmenspezifischen Benennungen sammelt, systematisiert, bereinigt und ihre einheitliche Verwendung über alle Publikationen hinweg sicherstellt.

Wer technische Dokumentation erstellt

Die Ersteller technischer Dokumentation sind hoch qualifizierte Spezialisten, die das Management und die Aufbereitung von Informationen jeder Art beherrschen müssen. Die Aufbereitung der riesigen Datenmengen erfolgt sowohl sprachlich als auch visuell und berücksichtigt dabei nicht nur fachliche, sondern auch didaktische und juristische Aspekte.

Das Berufsbild des technischen Redakteurs hat sich daher in den letzten Jahren fundamental verändert. Der Redakteur ist vom Informationsvertexter zum (potentiell mehrsprachigen) Informationsmanager geworden.

TD-Projekte und -Prozesse erfordern also Redakteure, die einerseits wissen, wie Menschen denken und Wissen verarbeiten und wie man folglich Informationen für unterschiedliche Zielgruppen sprachlich, didaktisch, multimedial und datentechnisch aufbereitet, und die andererseits die Kompetenz haben, die Vielzahl an redaktionellen Tools, Methoden und Techniken sinnvoll und zielgerichtet einzusetzen.

Wie ich mein Unternehmen für diese Anforderungen fit mache

Um all diese Ziele zu erreichen, sind gut strukturierte Prozesse erforderlich, klare Rollen und Rechte im Dokumentationsprozess, Textverfasser mit vielfältigen Darstellungskompetenzen (auch im Hinblick auf ungewohnte Anforderungen wie übersetzungsgerechtes Schreiben), Strukturierungs- und Standardisierungsmaßnahmen sowie der Einsatz verschiedener Werkzeuge.

Wer zu spät reagiert und die Dokumentation weiterhin als lästiges Übel betrachtet, wird gegenüber Mitbewerbern, die ihre Redaktionsarbeit professionell und effizient gestalten, schnell das Nachsehen haben.

Da die Branche der technischen Redaktion gleichzeitig eine Branche der Quereinsteiger ist, sind regelmäßige Fortbildungen und Seminare ein wichtiges Instrument, um die Anforderungen kennen und beherrschen zu lernen. Bestehende Probleme müssen gelöst, neue Herausforderungen frühzeitig erkannt werden.

* Prof. Dr. Petra Drewer ist Prodekanin der Fakultät für Informationsmanagement und Medien an der Hochschule Karlsruhe, 76012 Karlsruhe

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