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Batterie mit Gehirn

Dabei kommen einige Gründer selbst aus der Aachener RWTH-Schmiede und profitieren von der günstigen Infrastruktur und dem Zugang zum eigenen Institut. So auch die drei Gründer der sogenannten Gridbox, die mit ihr ein intelligentes Energiemanagement entwickelt haben. Die herkömmliche Batterie ohne Intelligenz lädt sich tagsüber voll und entlädt sich daraufhin wieder im Haus oder in das Stromnetz, was zur Überlastung und zu Strafzahlungen führen kann. Wohingegen die intelligente Box ihre Batteriekapazität am Strommarkt anbietet; das heißt, wenn zu viel Strom im Netz ist, dann kann die Batterie über dieses Gerät vollgeladen werden, wenn zu wenig Strom im Netz ist, dann kann die Box die Batterie entladen und den Strom in das Netz abgeben.

Im Bereich der Elektromobilität wurden ebenfalls bereits große Erfolge in Aachen verbucht. So wurde der sogenannte Streetscooter entwickelt, ein reines Elektroauto inklusive Ladefläche. Irgendwann zeigte die Deutsche Post großes Interesse daran, mit der Lösung Pakete auszuliefern. Man ist dann mit dem Start-up eine Kooperation eingegangen und hat es letzten Endes gekauft. Deutschlandweit liefert die Post bereits mit knapp 3000 Elektroautos von der RWTH-Aachen die Post aus. Laut Pressesprecher soll die Zustellflotte im Brief- und Paketbereich (circa 47.000 Fahrzeuge) mittelfristig auf Elektrofahrzeuge umgestellt werden.

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Die Post wird Automobilhersteller

Dabei gab es eine so starke Nachfrage von dritten Externen, dass die Post kurzerhand in die Automobilindustrie einsteigt und selbst Hersteller wird. Man hat sich dazu entschieden, die Autos nicht nur für die eigenen Zwecke zu produzieren, sondern auch an Dritte zu verkaufen. Analog dazu wurde in Aachen auch ein Elektroauto für den Personenverkehr entwickelt, und das ebenfalls sehr erfolgreich. Seit Ende Mai kann man den kleinen Stadtflitzer nun vorbestellen und es gibt bereits über 600 Vorbestellungen. Das Interesse ist riesig. Die e.GO Mobile AG, mit Sitz auf dem Aachener Campus, entwickelt ein besonders kostengünstiges Elektrofahrzeug. Die Produktionsforscher um Prof. Günther Schuh, Geschäftsführer des Start-ups, zeigen, dass mit Industrie 4.0 hochiterative Entwicklungsprozesse und eine besonders kostengünstige Prototypen- und Kleinserienproduktion möglich sind. Das junge Unternehmen beteiligt sich gemeinsam mit universitären und industriellen Partnern an Förderprojekten, die die Forschung und Entwicklung zukunftsweisender Technologien verfolgen. Führendes universitäres Know-how wird auf diese Weise mit der industriellen Praxis verbunden und soll nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit des Entwicklungs- und Produktionsstandorts Deutschland sichern.

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Über den Autor

Mag. Victoria Sonnenberg

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Redakteurin MM MaschinenMarkt, MM MaschinenMarkt