mtex/Lima 2012 Technotextilien für Leichtigkeit in Fahrzeugen und Maschinen
Der Markt für technische Textilien wächst seit Jahren. Auch für den Automobilbau- und den Maschinenbau sind die leichten Werkstoffe mittlerweile interessant. Der Erfolg deutscher Hersteller von Geweben, Garnen und Gewirken hängt zukünftig besonders von deren Innovationskraft ab.
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Vom 8. bis 10. Mai 2012 finden in Chemnitz die mtex, internationale Fachmesse für Textilien und Verbundstoffe im Fahrzeugbau, und die Lima, internationale Fachmesse für Leichtbau im Maschinen- und Anlagenbau, statt. „Die Bedeutung von technischen Textilien im Maschinen- und Fahrzeugbau wächst stetig“, sagt Dr. Markus Michael, Inhaber der Stiftungsprofessur Technische Textilien/Textile Maschinenelemente an der TU Chemnitz. „Grund ist der Trend zu immer leichteren, energieeffizienteren Maschinen, denn Ressourcenschonung ist heute wichtig bei der Kaufentscheidung.“
Michael richtet am 7. und 8. Mai – und somit quasi zeitgleich zur Messe – das Fachkolloquium Innozug aus, das einen Überblick über Entwicklungstrends textiler Maschinenelemente sowie Anregungen zu neuen Produkten und Forschungsaufgaben geben soll. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag der Umsatz der deutschen Hersteller technischer Textilien 2011 bei 2430 Mio. Euro und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 19 %.
Hochleistungsfasern ersetzen schwere und unflexible Bauteile aus Metall
Timo Piwonski, Geschäftsführer der Iprotex GmbH & Co. KG, Sparneck: „Die Forschung hat im Bereich der Hightechfasern seit den 90-er Jahren einen enormen Sprung nach vorn gemacht hat. So können wir heute mit speziell entwickelten Fasern in verschiedenen Bereichen andere Werkstoffe ablösen und darüber hinaus die Gewichtsersparnis, Flexibilität und Festigkeit eines Textils nutzen.
Aus dem Automobil- und Flugzeugbau sind Carbonteile und andere textile Verbundwerkstoffe schon heute nicht mehr wegzudenken. Auch schutzrelevante Teile aus Hochleistungsfasern ersetzen zunehmend schwere und unflexible Bauteile aus Metall und anderen Materialien.“ Der bayerische Hersteller von Schutztextilien liefert seine Produkte zu fast 70 % in die Automobil- und Automobilzulieferindustrie.
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