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Serie: So optimieren Sie Ihren Schaltschrankbau

Teil 3: Normen und Standardisierung für mehr Sicherheit

Im ersten Teil unserer Serie „So optimieren Sie Ihren Schaltschrankbau“ konnten Sie lesen, dass eine Steigerung der Produktivität nur gelingt, wenn man alle Aspekte des Wertschöpfungsprozesses ganzheitlich betrachtet.

Will man Qualitätseinbußen vermeiden, sollten Werkzeuge regelmäßig überprüft werden.
Will man Qualitätseinbußen vermeiden, sollten Werkzeuge regelmäßig überprüft werden.
(Bild: Weidmüller)

Wie wichtig es in der Schaltschrankfertigung ist, für eine digitale Datendurchgängigkeit zu sorgen, veranschaulicht der zweite Teil der Serie. In diesem dritten Artikel zeigen wir nun auf, wie Normen und Standardisierung dabei helfen, dort die Sicherheit und Effizienz zu erhöhen.

Standardisierung senkt Kosten und schafft Vertrauen

Die Standardisierung schafft Vertrauen und liefert Vorteile – sowohl für die Endanwender als auch für den Schaltschrankbauer. Mit einer standardisierten Ausstattung von Arbeitsplätzen im Schaltschrankbau nach Lean-Gesichtspunkten, (Lean Management ist ein Ansatz der kontinuierlichen Prozessoptimierung und umfasst die effiziente Gestaltung der gesamten Wertschöpfungskette) die auch die entsprechenden Werkzeuge beinhaltet, lässt sich beispielsweise etwa 10 % effizienter arbeiten.

Des Weiteren werden durch eine Standardisierung Fehlerquoten verringert und teure Nacharbeit verhindert. Standardisierung kann in ganzen Prozessketten, auch über Abteilungen hinweg, für Vereinheitlichung sorgen. Werden überall im Unternehmen die gleichen Systeme eingesetzt, dann lässt sich auch eine konstante Qualität sicherstellen. Standardisierte Markierungssysteme sorgen dafür, dass eine einheitliche Beschriftung aller Komponenten im Schaltschrank durchgeführt wird. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Beschriftung wisch- und kratzbeständig nach der IEC 61439-1 ist.

Solch eindeutige Kennzeichnungen z.B. nach IEC 81346 (Referenzkennzeichen), 62491 (Kabel & Adern) und 60445 (Anschluss- und Leiter) vereinfachen zunächst die Verdrahtung, reduzieren aber auch den zeitlichen Aufwand im Wartungsfall. Weiterhin erleichtern sie die immer wichtiger werdende Dokumentation, minimieren die Variantenvielfalt und vereinfachen die Einarbeitung neuer Mitarbeiter. Im Optimalfall werden die Daten zur Beschriftung aus den CAE Systemen übernommen. Damit minimiert man potentielle Übertragungsfehler.

Normen geben Sicherheit

Normen, wie im Text schon erwähnt, sind anerkannte Regeln der Technik, die Sicherheit bei Kunden und Anwendern schaffen. Doch welche weiteren Normen sind relevant für den Schaltschrankbau und wie lassen sie sich erfüllen? Beim Schaltschrankbau kommt es nicht nur auf eine eindeutige Kennzeichnung, sondern auch auf eine sichere Verbindung der eingebauten Teile an. Treten dort Fehler auf, ist der gesamte Betrieb der Anlage gefährdet. Deshalb muss der Schaltschrankbauer größte Sorgfalt bei der Erzeugung homogener Crimpverbindungen walten lassen.

Ein wichtiger Bestandteil einer 0-Fehler-Strategie erfordert ein abgestimmtes System aus Crimpwerkzeugen und Verbindern, wie z. B. Aderendhülsen oder Kabelschuhen, wodurch eine gleichbleibend hohe Qualität vom Hersteller garantiert wird. Dies ist in der DIN EN 60352-2 und der UL 508 festgelegt. Eine weitere Anforderung an den vercrimpten Leiter ist es, eine bestimmte Leiterauszugskraft nach einem definierten Test in Anlehnung an die DIN 46228 zu erreichen.

Passende Werkzeuge sind eine Grundvoraussetzung

Somit sind die richtigen Werkzeuge von großer Bedeutung, um die Normen überhaupt zu erfüllen. Wählt der Anwender vom Hersteller aufeinander abgestimmte Werkzeuge und Kontakte, die gewährleisten, dass sie normgerechte Crimpverbindungen herstellen können, profitiert er bei der Verarbeitung von einer hohen Sicherheit. Diese kann er dann an den Endkunden weitergeben. Abhängig von der Fertigungskapazität genügen ein Handwerkzeug oder ein Automat zum Abisolieren und Crimpen zum Aufbringen der Kontakte. Handwerkzeuge können vom Hersteller zertifiziert werden, wenn sie die vorgegebenen Anforderungen in Kombination mit den eingesetzten Kabeln und Kontakten erfüllen.

Doch auch die besten Werkzeuge können sich im Laufe der Jahre abnutzen. Will man Qualitätseinbußen vermeiden, sollte das Werkzeug regelmäßig überprüft werden. Einige Hersteller bieten dazu dann eine Rezertifizierung an: Das Werkzeug muss nicht einmal zum Hersteller; es genügt, einen vercrimpten Leiter an den Werkzeughersteller zu senden, damit diese entsprechend der gültigen Normen überprüft wird.

Lean Management, durchgängige Kennzeichnung und Dokumentation, abgestimmte Systeme zum Erstellen von Crimpverbindungen und Werkzeugzertifizierungen: Normen und Standardisierungen tragen dazu bei, die Effizienz sowie die Sicherheit im Schaltschrankbau zu erhöhen. Wie sich die Arbeitsabläufe im Schaltschrankbau beschleunigen lassen, lesen Sie im vierten Teil der Serie „So optimieren Sie Ihren Schaltschrankbau“.

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