Messtechnik Terahertz-Technik auf dem Vormarsch
Bei der Terahertz-Messtechnik ist ein Richtungswechsel von reiner Wissenschaft zur Kommerzialisierung deutlich messbar. Dies ist das Ergebnis einer Studie des SKZ (Süddeutsches Kunststoff-Zentrum).
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Der Wandel vom rein wissenschaftlichen Interesse an der Terahertz-Messtechnik zur Kommerzialisierung kann nun durch Zahlen eindeutig belegt werden. Patentanmeldungen, Publikationszahlen und Systemanbieter weisen beachtliche Steigerungsraten auf, die Systemvarianten werden vielfältiger, erste Serienanwendungen existieren und die Systempreise fallen. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Süddeutschen Kunststoff-Zentrums (SKZ) aus Würzburg.
Der Begriff „Terahertz“ läutete vor über 20 Jahre eine neue Ära in der Detektion ein
Der Bereich des elektromagnetischen Spektrums zwischen Infrarot und Mikrowellen, der heute meist „Terahertz“ genannt wird, ist, wie das SKZ mitteilt, per se nicht neu. Die früheren Synonyme wie Ferninfrarot- oder Submillimeter-Wellen wurden jedoch weitgehend verdrängt. Der Begriff „Terahertz“ läutete vor über 20 Jahre eine neue Ära in der Erzeugung und Detektion und damit in der Nutzung und den Einsatzmöglichkeiten ein, heißt es weiter.
Viele Isolatoren wie Kunststoffe, Keramiken oder Papier lassen sich mit dieser Strahlung durchleuchten und prüfen – und das ohne ionisierende Strahlung und berührungslos. Vielfach wurde bereits akademisch über mögliche Anwendungsszenarien, beispielsweise in der zerstörungsfreien Prüfung (ZfP), Analytik und Prozessmessung diskutiert und gesprochen.
Dass diese Szenarien mehr als nur reine wissenschaftliche Mutmaßungen sind, zeigen die aktuellen Zahlen der Studie des SKZ. Entgegen bisherigen Untersuchungen wurden nicht mögliche Anwendungen rezitiert und gesucht, sondern die Wahrnehmung, Aktivität und aktuelle Marktverfügbarkeit ausgewertet. Dabei wurden gezielt Anwendungen in der Messtechnik und Prüfung betrachtet, was forcierte Einsatzszenarien sind.
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