Sumitomo Demag Vollelektrische Spritzgießmaschine spart für den VW Golf

Autor / Redakteur: Peter Königsreuther / Peter Königsreuther

Für die Produktion von Lichtdrehschalterblenden des Golf VII, nutzt das VW-Werk Braunschweig jetzt eine vollelektrische Spritzgießmaschine Intelect 220-1100 von Sumitomo (SHI) Demag. Die Maschine soll die Energieeffizienz im Produktionsprozess erhöhen und die Ausschussquote reduzieren.

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Die erste vollelektrische Maschine Intelect 220-1100 von Sumitomo (SHI) Demag produziert Lichtdrehschalterblenden für den Golf VII. Von links: Marco Heinemann, Projektmanagement Neuanläufe bei VW; Andreas Barth, Vertriebsingenieur und Markus Hausmann, Senior Engineer Technical Sales beide Sumitomo (SHI) Demag; Michael Ahrens, VW-Elektriker; Karsten Goebel, VW-Werktechnik Mechanik; Jens Pedersen, VW-Werktechnik Einarbeit und Anwendungstechnik; Harald Alt, VW-Versorgungstechniker.
Die erste vollelektrische Maschine Intelect 220-1100 von Sumitomo (SHI) Demag produziert Lichtdrehschalterblenden für den Golf VII. Von links: Marco Heinemann, Projektmanagement Neuanläufe bei VW; Andreas Barth, Vertriebsingenieur und Markus Hausmann, Senior Engineer Technical Sales beide Sumitomo (SHI) Demag; Michael Ahrens, VW-Elektriker; Karsten Goebel, VW-Werktechnik Mechanik; Jens Pedersen, VW-Werktechnik Einarbeit und Anwendungstechnik; Harald Alt, VW-Versorgungstechniker.
(Bild: Sumitomo (SHI) Demag)

Mit ihrem vergleichsweise geringen Energiebedarf passt die neue Maschine hervorragend zum VW-Konzept „Think Blue Factory“, mit der die Volkswagen AG die Nachhaltigkeit aller Produktionsstätten kontinuierlich erhöhen will. Die Maschine vom Typ Intelect arbeitet bei der Herstellung der präzisen Schalterblenden außerdem mit deutlich kürzeren Zykluszeiten als eine herkömmliche hydraulische Anlage.

Direktantriebe der Spritzgießmaschine sparen Energie

Ein wesentlicher Vorteil der Baureihe Intelect im Vergleich zu hydraulischen Maschinen ist der geringe Energieverbrauch der integrierten Direktantriebe, die den Plastifizier- und den Einspritzvorgang ermöglichen und beim Öffnen und Schließen des Werkzeugs für sparsame Bewegung sorgen. Außerdem wird die Abbremsenergie jeder Hauptachse für den Energiebedarf der anderen Achsen zwischengespeichert, wie es heißt. So sparen die Intelect-Maschinen im Idealfall 85 % Energie ein, die die herkömmliche Technik verbraucht. Da die Direktantriebe weniger Energie in Wärme umsetzten als Hydraulikantriebe, ist außerdem weniger Kühlleistung nötig als bei den entsprechenden Spritzgießmaschinen mit konvetionellen Antrieben.

„Energieeffizienz spielt in unseren Produktionsprozessen entlang der Wertschöpfungskette eine immer wichtigere Rolle“, erläutert Marco Heinemann, der im Werk Braunschweig für das Projektmanagement bei Neuanläufen zuständig ist. Jens Pedersen, VW-Mitarbeiter der Werktechnik: „Durch den Einsatz der Intelect konnten wir die Zykluszeit um 15 % gegenüber einer hydraulischen Maschine verbessern.“ Gleichzeitig komme VW jetzt in die Lage, den Ausschuss durch die erhöhte Präzision und Wiederholgenauigkeit zu verringern. Karsten Goebel, der ebenfalls für die Werktechnik in Braunschweig tätig ist gefällt außerdem die bemerkenswerte Laufruhe der Maschine verglichen mit einer hydraulischen Anlage.

Spritzgießmaschine verarbeitet täglich 60 t Kunststoff

Der Standort Braunschweig ist einer der wichtigsten Systemlieferanten für die Fahrzeuge des Volkswagen Konzerns. In nahezu allen VW-Fahrzeugen sind Teile aus dem Werk Braunschweig verbaut, dazu gehören beispielsweise Vorderachsen, Hinterachsen, Lenkungen, Achsmodule, Dämpfer/Fußhebel sowie ein umfangreiches Sortiment von Kunststoffbauteilen. Im Bereich Kunststofftechnik werden in Braunschweig täglich 60 Tonnen Granulat angeliefert und mit 132 Spritzgießmaschinen, 447 Spritzgießwerkzeugen und zwei Lackieranlagen zu 500 verschiedenen Produkten, beispielsweise für das Fahrzeuginterieur, verarbeitet.

Die Marke Volkswagen hat sich mit dem Konzept „Think Blue Factory“ klare Ziele für die ökologisch nachhaltige Aufstellung aller Fabriken gesteckt: Bis zum Jahr 2018 sollen in allen Volkswagen Werken der Energie- und Wasserverbrauch sowie die Abfallmengen und die Emissionen um 25 % gesenkt werden. Um diese ehrgeizigen Vorgaben zu erfüllen, wird VW auch in Zukunft in vollelektrische Spritzgießmaschinen investieren.

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