Sicherheit

Thyssen Krupp sind die ersten: SIL-zertifizierte Grenzdrehzahlschalter

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Das Sicherheitsgerät verfügt über zwei separate, galvanisch getrennte Schalter zur Drehzahlüberwachung, die unabhängig voneinander auf Über- und Unterdrehzahl ab 0,5 min-1 programmierbar sind. Durch die galvanische Trennung liegen zwei vollständige Schalter vor. Bei mechanischen Fliehkraftschaltern würde man für die gleiche Funktion zwei Geräte benötigen. Das Wartungspersonal kann dank der Einstellung „drehrichtungsunabhängig“ für jeden Schaltpunkt verschiedene Schaltdrehzahlen hinterlegen. Damit die Sicherheitsfunktionen im Gerät auch lückenlos überwacht werden können, besitzt der EGS(H) 41 Funktionen zur integrierten Stillstands- und Schlupfüberwachung sowie einen Diagnoseschalter.

Die interne Diagnose ist eine Voraussetzung für die SIL 2-Zertifizierung. Der Diagnoseschalter steht insgesamt drei Mal zur Verfügung: Zwei Schalter sind in Reihe zu den beiden Hauptschaltern eingebaut. Ein weiterer Schalter ist separat ausgeführt, um eventuell notwendige Freigaben in der Kundensteuerung zu ermöglichen. Die integrierte Überstromerkennung und Zustandsüberwachung der Schaltkontakte überprüft den Schaltkontaktstrom in beide Stromrichtungen. „Die schnelle Überstromerkennung schützt den Schalter und die vorgeschaltete Schmelzsicherung vor Schädigung, wenn versehentlich durch falschen Anschluss ein zu hoher Strom über die Schaltkontakte fließt“, bestätigt Bernhard Herbst, Projektingenieur bei Johannes Hübner Gießen.

Exakt für den Bedarf des Kunden

Bei ThyssenKrupp Steel Europe ist der Grenzdrehzahlschalter mit SIL 2-Zertifizierung als B5-Variante im Einsatz und an das Hohlwellengerät ASPAH 60 angeflanscht. Das Gerät ist als Variante B5 (Flansch) und B35 (Flansch und Fuß) und als Hohlwelle erhältlich. Die Hübner-Kunden können zudem zwischen einer Versorgungsspannung von 12 bis 30 V DC oder 100 bis 240 V AC wählen und zwischen den Varianten mit Schaltspannung 0 bis 30 V DC oder 30 bis 230 V AC/DC.

Weitere Optionen produziert Johannes Hübner Gießen auf den Bedarf der Kunden zugeschnitten. „In unserem Portfolio finden sich verschiedene Drehgeber-Lösungen für die Schwerindustrie, die alle individuell an den Kunden angepasst werden“, so Projektingenieur Herbst. „Für beste Signalqualität und hohe Lebensdauer ist neben der Geräteauswahl auch der optimale mechanische Anbau der Geräte an die Anlage vor Ort wichtig.“ Im Warmbandwerk von ThyssenKrupp wurde mit der Kombination aus Drehgeber und Grenzdrehzahlschalter diese Anforderung erreicht.

Ohne den EGS(H) 41 müsste das Personal immer wieder mit Sicherheitsrisiken wie dem plötzlichen Losfahren der Anlage oder der unvermittelten Erhöhung der Drehzahl bei Wartungs- und Einrichtarbeiten rechnen. Die hohe Schaltgenauigkeit des Geräts minimiert diese Risiken. Der erste Grenzdrehzahlschalter mit SIL-Zertifizierung aus dem Hause Johannes Hübner Giessen erfüllt demnach ein wichtiges Ziel: Anlagen und Maschinen sicher zu betreiben.

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