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Sicherheit Thyssen Krupp sind die ersten: SIL-zertifizierte Grenzdrehzahlschalter

| Redakteur: M.A. Frauke Finus

In kritischen Betriebszuständen gelten für Anlagenbetreiber erhöhte Sicherheitsvorschriften. Die Thyssen Krupp Steel Europe AG setzt als Vorreiter den Grenzdrehzahlschalter EGS(H) 41 von Johannes Hübner Gießen ein. Er ist nach Unternehmensangaben weltweit der einzige, der bis Sicherheits-Integritätslevel 2 sowie bis Performance Level d zertifiziert ist.

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Während der Störungsbeseitigung sichert der EGS(H) 41 in Kombination mit dem Absolutwert-Drehgeber ASPAH 60 von Johannes Hübner Gießen...
Während der Störungsbeseitigung sichert der EGS(H) 41 in Kombination mit dem Absolutwert-Drehgeber ASPAH 60 von Johannes Hübner Gießen...
(Bild: Hübner)

Für Mensch und Maschine herrschen gerade in der Schwerindustrie extreme Bedingungen vor. Orientiert an den hohen Sicherheitsvorschriften für groß-industrielle Anlagen ergreifen die Betreiber Schutzmaßnahmen im Rahmen der „Funktionalen Sicherheit“. Diese umfasst die Gesamtanlagensicherheit, die von der korrekten Funktion sicherheitsbezogener Systeme zur Risikoreduzierung abhängt. Nach Normen wie der internationalen IEC 61508 oder der DIN EN ISO 13849 müssen die Anlagensysteme ihre Funktionen unter definierten Fehlerbedingungen und mit definierter hoher Wahrscheinlichkeit ausführen. Funktionen, die gerade bei Betriebszuständen wie „Sicherer Stillstand“, „Sichere Schleichfahrt“ und „Wartungsarbeiten bei eingeschalteter Spannung“ fehlerfrei erfüllt werden müssen.

Um besonders bei diesen Betriebszuständen die Sicherheit an den Gerüsten der Vorstraße im Warmbandwerk II zu ermöglichen, setzt die Thyssen Krupp Steel Europe AG einen von der Drehzahlregelung unabhängigen elektronischen Grenzdrehzahlschalter ein. Das Duisburger Unternehmen ist das erste in Deutschland, bei dem der EGS(H) 41 der Johannes Hübner Fabrik elektrischer Maschinen GmbH für mehr Anlagensicherheit sorgt. Das Gerät funktioniert als System mit integriertem Sensor (Drehzahlerfassung), Logik (Drehzahlauswertung) und Aktor (Drehzahlschalter). In dieser Kombination ist es nach Unternehmensangaben weltweit das einzige auf dem Markt, das nach der internationalen Norm IEC 61508 bis Sicherheits-Integritätslevel (SIL) 2 zertifiziert ist sowie bis Performance Level (PL) d nach DIN EN ISO 13849. „Funktionale Sicherheit heißt Schutz von Leib und Leben bei sicheren Systemen unserer Anlagen. Mit der Weltneuheit von Johannes Hübner Gießen haben wir auf die gestiegenen Anforderungen an den Personenschutz reagiert und werden den Ansprüchen funktionaler Sicherheit mehr als gerecht“, erklärt Svetlana Regner, Projektverantwortliche im Bereich Energie/Anlagenwirtschaft (EA) bei der Thyssen Krupp Steel Europe AG.

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Sichere Abläufe im Wartungsbetrieb

Für den Einsatz von SIL-Komponenten gibt es bisher nur für Neuanlagen eine verbindliche Vorgabe. Bei Modernisierungen von Anlagen wie im Warmbandwerk II von Thyssen Krupp Steel Europe ist es nicht zwingend erforderlich, diese umzusetzen. Der Duisburger Konzern hat sich dennoch dazu entschlossen, den SIL-zertifizierten EGS(H) 41 einzubauen. Der elektronische Grenzdrehzahlschalter unterstützt das Wartungspersonal dabei, die Störungen an der Anlage wesentlich schneller zu beseitigen. „Wir haben ein neues Sicherheitskonzept zusammen mit der Berufsgenossenschaft eingeführt. Aufgrund dieses Sicherheitskonzepts ist es notwendig, die exakte Überwachung der Anlage mit dem Hübner-Gerät durchzuführen“, so Regner.

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