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Folglich kommt es zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit und der Wirtschaftlichkeit in einem großen Maße auf ausreichende Kapazitäten und eine hohe Effizienz an und dafür investiert Krauss-Maffei auch immer wieder in moderne Werkzeugmaschinen. Um die bis dato sehr aufwendige Bearbeitung eines bestimmten Teilespektrums für die Extrusion rationalisieren zu können, entschied sich die Werksleitung zum Investment in ein Multifunktions-Bearbeitungszentrum Integrex e-1060V/6II von Mazak, wobei es sich um ein Hochleistungs-Drehfräszentrum mit einem Arbeitsbereich von 1525 mm × 1060 mm × 1345 mm (X × Y × Z) handelt. Die Anlage mit Palettenwechsler und Palettenbahnhof hat ein auf 240 Stationen erweitertes Werkzeugmagazin mit automatischem Werkzeugwechsler.
Abnahmeteil ist ein komplexer Wendelverteiler
Die Treuchtlinger Zerspanspezialisten stellten zudem die Forderung, das multifunktionale Bearbeitungszentrum als komplett mit Werkzeugen gerüstete Einheit und abgestimmt auf die Bearbeitung eines komplexen Abnahmeteils geliefert zu bekommen. Beim Abnahmeteil handelte es sich um einen in Funktion und Bearbeitung sehr aufwendigen Wendelverteiler (Bild 1) aus dem Werkstoff 42CrMo4V (vergütet auf 1000 N/mm2), dessen reine Bearbeitungszeit damals bei 26,7 h lag. Gemeinsam mit dem Maschinenhersteller und dem Werkzeugspezialisten Iscar wurde die Erstausrüstung der Integrex geplant und projektiert.
Bei dem Abnahmeteil Wendelverteiler gibt es eine kritische Bohroperation, die unter anderem dadurch gekennzeichnet ist, dass das Werkzeug beim Bohrungsaustritt auf einer Länge von 60 mm einen unterbrochenen Schnitt, der auch noch auf 0 ausläuft, aufweist. Diese Bearbeitung sollte auf der neuen Maschine anders angegangen werden, um den Prozess schneller zu machen und sicherer darstellen zu können.
Neues Tiefbohr-Werkzeugsystem für Bearbeitungszentren und Drehmaschinen
Die Iscar- und die Mazak-Techniker betraten mit dieser Erstausrüstung Neuland und konnten die vielschichtigen Herausforderungen am Ende meistern. Das neue Tiefbohr-Werkzeugsystem DR-DH eignet sich für Bearbeitungszentren und Drehmaschinen.
Voraussetzung ist jedoch, dass die Maschine über genügend Leistung (die Integrex bietet 80 kW) verfügt, die Adaption an das IKZ-System (innere Kühlmittel-Zuführung) des Bohrwerkzeugs möglich ist und dass vor allem ein größerer Kühlmitteltank sowie genügend Kühlmitteldruck vorhanden sind. Nur dann kommt das Leistungsvermögen des Injektorbohrers DR-DH zum Tragen.
Tiefbohrwerkzeuge mit besonderer Anordnung der Wendeplatten
Die Tiefbohrwerkzeuge DR-DH zeichnen sich durch eine besondere Anordnung der Wendeschneidplatten (Bild 2), deren Weichschneider-Geometrie und vor allen Dingen durch seitliche Hartmetall-Führungsleisten aus. Außerdem sorgen die Kühlkanäle für die zielgenaue Schmierung und Kühlung am Schnittpunkt und gewährleisten über den hohen Kühlmitteldurchsatz und -druck auch das Ausschwemmen der Späne.
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