Digitale Messtaster Toleranzen im Mikrometerbereich schnell und sicher erfassen
Messtaster sind bewährte und kostengünstige Hilfsmittel, um Toleranzen im Mikrometerbereich schnell zu erfassen. Rein mechanische Messtaster lassen sich allerdings in automatische Qualitätskontrollen nicht integrieren, während herkömmliche elektro-mechanische Messtaster durch ihr langes Prellverhalten die notwendigen Taktzeiten meist nicht einhalten.
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Die Digital-Messtaster der Serie GT von Keyence bieten eine Auflösung von einem Mikrometer und zeichnen sich zudem durch ein geringes Prellverhalten aus. Außerdem ermöglichen sie eine sofortige Messwertausgabe nach Abklingen der Oszillation. Die Taktzeiten bei der Qualitätskontrolle mittels der GT-Messtaster können dadurch nahezu halbiert werden.
Alle Digital-Messtaster der Modellreihe GT sind mit zwei koaxial angeordneten Magnetspulen ausgerüstet. Mit dieser Konstruktion sollen interne Messfehler verhindert werden, auch bei schnellen Anwendungen. In Verbindung mit der Schutzart IP67 (Wasser- und Staubdichtigkeit) sind die Messtaster über Jahre hinweg höchst zuverlässig selbst unter rauesten Produktionsbedingungen. Zur langen Lebensdauer trägt auch das integrierte Spindelkugellager bei, welches mechanischen Abrieb vermeidet.
Die beiden koaxial angeordneten Magnetspulen reduzieren nicht nur Messfehler deutlich, sie machen die oftmals problematischen Neujustagen überflüssig. So genannte „Ursprungsanpassungen“ entfallen. Die GT-Messtaster lassen sich daher leicht und schnell installieren sowie in Betrieb nehmen. In der Regel mit nur einem Tastendruck.
Spezielle Klemmbuchse vermeidet Montageschäden
Ein großes Lebensdauerrisiko stellt bei den meisten herkömmlichen Messtastern die Montage dar. In der Regel werden die Messtaster mittels einer Klemmkonstruktion befestigt. Zieht man die Schraube jedoch zu fest an, besteht die Gefahr, dass die Messspindel mit festgeklemmt wird. Abgesehen von Messfehlern, kann sich der Messtaster durch erhöhten Abrieb kurzfristig verschleißen oder bei noch höherer Klemmkraft wird dieser sofort zerstört. Alle GT-Messtaster werden mit einer speziellen Klemmbuchse ausgeliefert, die nur eine einfache Bohrung benötigt und das 20fache der bisher üblichen Anzugsmomente verkraftet.
LED zeigen Messzustand auf große Entfernung an
Die Messtaster sind extrem kompakt gebaut. Bei einem Messbereich von 10 mm (Messbereich des Typs GT-H22: 22 mm) sind sie selbst im ausgefahrenen Zustand nur 90 mm lang (GT-H22: 137 mm). Alle Messtaster-Typen sind mit einer LED-Anzeige ausgerüstet, die bei Gut-/i.O.-Kontrolle grün leuchtet und im n.i.O- (nicht in Ordnung) Modus rot leuchtet. So lässt sich der jeweilige Messzustand selbst aus größerer Entfernung sofort erkennen.
Ausgestattet mit einer LED-Balkenreihe erkennt jeder Mitarbeiter sofort, ob die Toleranzen weit innerhalb der Werte oder gerade eben so an der Grenze liegen. Bevor Ausschuss produziert wird, lässt sich durch Korrekturmaßnahmen an der aktuellen oder der vorhergehenden Fertigungsstation die Qualität erhalten. Das spart sehr viel Zeit und vor allem Kosten dank reduziertem oder fehlendem Ausschuss.
Die sehr kompakten Messverstärker (nur 1/4 des Volumens herkömmlicher Verstärker) lassen sich sowohl an DIN-Schienen wie in einer Schalttafel einbauen. Außer der LED-Balkenreihe verfügen sie über eine Digitalanzeige, die den jeweiligen Messwert sofort anzeigt und bei Bedarf auch hält.
Bis zu zehn Messverstärker lassen sich per integriertem Stecker anschließen und betreiben. Dies verringert den Verkabelungsaufwand deutlich. Zwei Schnittstelleneinheiten (BCD, RS-232C) ermöglichen die Kommunikation mit übergeordneten SPS, Computern oder Leitwarten. Leichte Programmierung sowie zahlreiche Anwendungsmodi (Maximum, Minimum, Ebenheit, Mittelwert, Differenz, Verdrehung, Biegung und Dicke) ermöglichen rasche Einstellungen und Bedienung.
Automatisiertes Kalibrieren
Außer der automatischen Kalibrierungsfunktion und den Selbstdiagnosefunktionen (Kabelbruch, Messtasterklemmung) lässt sich nur die Messtasterwelle per Druckluft vor- und zurückfahren (Modelle GT-A). Dies hilft, Störkanten schnell und einfach zu umfahren. Der Einbau eines Pneumatikzylinders ist daher oft nicht nötig. Die gewohnte Genauigkeit bleibt jederzeit erhalten.
In Verbindung mit ihren Messverstärkern benötigen die GT-Messtaster keine zusätzliche SPS oder E/A-Wandlerkarten. Mittels der drei digitalen Vergleichsausgängen (HI/GO/LO) lassen sich die Messtaster in Minuten, statt wie oft üblich in Stunden, einrichten. Genau, simpel, fehlerfrei und kostengünstig lautet kurz die Zusammenfassung dieses Messtastersystems.
Dipl.-Ing. Robert Ruthenberg ist PR-Referent der Keyence Deutschland GmbH mit eigenem PR-Büro in Nürnberg. Patrick Kromhout ist Produktmanager Messsysteme/Sensoren bei Keyence. Weitere Informationen: Patrick Kromhout, Keyence Deutschland GmbH, 63263 Neu-Isenburg, Tel. (0 61 02) 36 89-0, info@keyence.de
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