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Unterschiedliche Perspektiven von Käufer und Verkäufer
Einige der Kaufpreisunterschiede sind aus Sicht des Käufers oft als Mitsprache- und Kontrollrechte zu verstehen und preisen die eigenen Synergie-Effekte mit ein. Faktoren, die den Preis dagegen in den Augen des Verkäufers höher ausfallen lassen, sind die Partizipationsmöglichkeit an zukünftigen Wertsteigerungen durch Teilverkauf oder Kapitalerhöhung oder die Option der Veräußerung der kompletten Anteile
Neben dem Transaktionsanlass gibt es eine Reihe von Unternehmensfaktoren, die in den Unternehmenswert einfließen. Dies sind unter anderem Profitabilität, freier Cashflow, Unternehmensgröße, Wachstumsperspektiven, Branche, materielle und immaterielle Vermögensgegenstände, Auftragslage und Verschuldung. So sind einer Faustregel zufolge Unternehmen mit mehr als 100 Mio. Euro Jahresumsatz rund 20% teurer als kleinere Unternehmen. Grund dafür ist das „vermeintlich“ geringere Unternehmensrisiko. Weiterhin ist das (erwartete) Wachstum der Ertragskennziffern ein Indikator für die Bewertung und wird gerade bei der Bewertung schnell wachsender Hightech-Start-ups relevant.
Der Unternehmenswert variiert in Abhängigkeit vom Verfahren
Gemäß der Theorie sollte jedes Bewertungsverfahren auf den gleichen Unternehmenswert kommen. In der Praxis variiert der Unternehmenswert allerdings abhängig vom Bewertungsverfahren. Ein einziges, rechtlich verbindliches Verfahren existiert nicht. Allerdings definiert das Institut der Wirtschaftsprüfer Deutschland (IDW) Richtlinien für diese Berufsgruppe und Standards für Unternehmensbewertungen. Die Registergerichte akzeptieren diese meist, was gerade für Einbringungsvorgänge relevant ist.
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