Stammdatenmanagement

Trends im E-Commerce nutzen auf der Basis solider Stammdaten

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Stammdaten für Produktansichten in der Augmented Reality

Beide Beispiele zeigen, dass Datenkonsistenz eine wichtige Voraussetzung ist, damit sehr große Produktsortimente über das Mobile Marketing und Social Media erfolgreich vermarktet werden können. Ist der untere Teil des Eisberg sicher angelegt, bieten auch Augmented Reality (AR)-Anwendungen und geolokalisiertes Marketing neue Chancen für den Handel.

Beispielsweise lassen sich reale Produkte durch Halten vor die Kamera des Smartphones oder mobilen Computers mit denen aus der AR vergleichen: In der AR, also auf dem Bildschirm wird das reale Produkt betitelt, beschriftet, mit Maßen versehen, es wird auf Verbindungsstellen und Schalter hingewiesen und vieles mehr. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Dabei kann das Produkt vor der Kamera und damit in der AR beliebig gedreht und bewegt werden.

Durch die Visualisierung der Stammdaten-Informationen wird das Produkt intuitiver bedienbar. So kann die AR viele Prozesse in Beratung, Verkauf und Wartung vereinfachen und beschleunigen. Auch das geolokalisierte Marketing unterstützt diese Prozesse auf neue Weise: Dank der Produkt-, Filial- oder Lieferanten-Stammdaten können Kunden auf dem Smartphone zum Beispiel die nächste Filiale ansteuern, vorab besondere Angeboten vor Ort recherchieren und prüfen, welche Produkte in der Filiale auf Lager erhältlich sind. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch diese Trends sich im B-to-B durchsetzen werden.

Gute Orientierung trotz wachsender Produktdaten

Nur eine strukturierte Datenbasis ermöglicht, dass ein Produkt im Netz – sei es im Webshop, der mobilen App oder bei Facebook – überhaupt auffindbar ist. Aber die wachsenden Datenberge führen momentan dazu, dass einzelne Artikel eher schlechter als besser gefunden werden. Es reicht also nicht aus, zu einem Produkt möglichst viele Daten anzuhäufen.

Jeder Stammdatensatz und die gesamte Struktur der Daten muss filigran aufgebaut und gut strukturiert sein. Hierzu müssen Anbieter genau wissen, welche ihrer Daten wann und wo relevant für den Kunden sind. Sucht ein Kunde zum Beispiel einen Rasenmäher, gibt er möglicherweise „Gras“ und „Schneider“ ein. Idealerweise erscheinen nicht nur Schneidemaschinen und Grassamen, sondern auch Rasenmäher.

Es gilt also, alle Verkaufskanäle so einzurichten, dass sie sich an den – teils auch nicht rationalen – Kundenvorstellungen orientieren. Stammdatensätze sollten alle Informationen enthalten: Solche, die nur intern relevant sind, wie Angaben zum Verpackungsmaterial oder zum Herstellungsland. Aber auch solche, die vielleicht primär für die Kunden wichtig sind, wie zum Beispiel bei Farbe neben „Oliv“ auch „Grün“.

Durch die richtigen Informationen an der richtigen Stelle können Kunden die passenden Produkte finden und eine qualifizierte Wahl treffen.

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