Krauss-Maffei TU Chemnitz verstärkt Forschung bei naturfaserverstärkten Kunststoffen
In ihrem Zentrum für Integrative Leichtbautechnologien (ZIL) hat die Technische Universität Chemnitz einen Zweischneckenextruder ZE 40 A x 50 D UTXi der Krauss-Maffei Berstorff GmbH, Hannover, in Betrieb genommen. Mit dem Hochleistungscompounder möchte die TU ihre Forschungen bei naturfaserverstärkten Kunststoffen ausbauen, wie der Maschinenbauer mitteilt.
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In dem neuen Forschungszentrum in Chemnitz stehen insgesamt sechs Großanlagen für die Kunststoffverarbeitung, darunter eine Mehrkomponenten-Wendeplattenmaschine, eine RIM-Polyurethan-Anlage sowie ein IMC-Spritzgießcompounder der Krauss-Maffei Technologies GmbH, mit der bereits seit 2007 eine Zusammenarbeit besteht, heißt es. „Aufgrund unserer guten Zusammenarbeit mit der Krauss-Maffei-Gruppe lag es nahe, auch den Compounder dort zu kaufen. Aber das war nicht der Grund für unsere Entscheidung. Wir haben uns für den Zweischneckenextruder ZE 40 UTXi entschieden, weil uns die technischen Features und die hohe Flexibilität, die er für unsere Forschungen bietet, überzeugt haben“, sagt der Institutsleiter Prof. Dr. Lothar Kroll.
Zweischneckenextruder mit umfangreicher Ausstattung
Mit seinem Leistungsspektrum zwischen 50 und 250 kg/h biete der neue Zweischneckenextruder ZE 40 A x 50 D UTXi den Forschern der TU Chemnitz um Dr. Wolfgang Kempt, Fachgruppenleiter Extrusionstechnologien, sowohl die Möglichkeit Entwicklungsarbeiten durchzuführen als auch Kleinchargen für die Weiterverarbeitung zu produzieren. Technisch sei der Zweischneckenextruder hochwertig ausgerüstet:
- die eckigen Gehäuseelemente mit Hochleistungsheizpatronen in Verbindung mit der Verdampfungskühlung sorgten für eine optimale Temperierung,
- das patentierte C-Clamp-System gewährleiste einen raschen Gehäusewechsel und
- das Spektrum an Gehäusesegmenten und Schneckenelementen bietet Flexibilität.
Mit einem D/d von 1,46 weist der Extruder den Angaben von Krauss-Maffei Berstorff zufolge ein optimales Verhältnis von Einzugsvolumen zu Drehmoment auf und mit Drehzahlen von bis zu 1200 min-1 eignet er sich auch für Hochleistungscompoundieraufgaben. Eine Verfahrenslänge von 50 D ermögliche die variable Zudosierung der Zusatzstoffe, was insbesondere für die empfindlichen Langfasern von Vorteil sei.
Forschungszentrum widmet sich vor allem verstärkten Kunststoffen
Das ZIL fungiert als Kompetenzzentrum und Forschungspartner für kleine und mittlere Unternehmen der Kunststoffverarbeitung, wie der Maschinenbauer erläutert. Es konzentriere seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf neue kombinierte Verfahren zur Verarbeitung von verstärkten Kunststoffen mit Langfasermaterialien und Textilhalbzeugen durch Spritzgießen. Einsatz würden die Bauteile aus derartigen Materialien vor allem im Fahrzeug- und Flugzeugbau sowie in Schienenfahrzeugen finden, wo sie für eine Gewichtsreduktion sorgen und damit die Emission von Kohlendioxid verringern.
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