Product Lifecycle Management

Umfassendes PLM mit V6 revolutioniert Solarbranche

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Als Speicher kommen statt Spezialtanks, in denen sich geschmolzenes Salz befindet, Betontanks mit einfachen Kieselsteinen zum Einsatz. Diese Steine speichern Hitze sehr effizient – im Gegensatz zu Flüssigkeiten, die sich dauernd mischen, behält die oberste Schicht der Steine bis zum Ende der Energieentnahme nahezu die volle Anfangstemperatur. Der Wärmeverlust beträgt dabei nur ein Prozent in 24 Stunden, so dass eine Energieabgabe in den thermischen Zyklus rund um die Uhr gewährleistet werden kann.

Airlight Energy liefert nicht nur die Technik, sondern auch die Anlagen zur Herstellung der Betonteile. Die Formen lassen sich zerlegen und in üblichen See-Containern verstauen, was den Transport extrem vereinfacht. Die Anlagen bleiben im Besitz von Airlight Energy und werden für den Bau eines Kraftwerks nur vermietet. So sinken die Bau- wie die Materialkosten von Solarkraftwerken signifikant.

Catia setzte sich als CAD-System in einem Benchmarking durch

Als CAD-System für die Entwicklung setzte Airlight Energy von Beginn an Catia von Dassault Systèmes ein. Das System musste sich Ende 2009 in einem Benchmarking durchsetzen. Zum Sieg trugen vor allem zwei Vorteile bei: neben der breiten Palette an Funktionalität auch dessen Integration in eine einheitliche Oberfläche, was die Bedienung vereinfacht und den Schulungsaufwand verringert. Zunächst setzte das Unternehmen auf die „Catia PLM Express“-Produktsuite in der Version 5, die neben CAD-Komponenten auch PLM-Funktionalität enthielt.

„PLM Express V5 erfüllte unsere aktuellen Anforderungen schon recht gut“, erinnert sich Andrea Pedretti, Chief Technology Officer (CTO) bei Airlight Energy. „Die Komplexität unserer Modelle stieg mit dem Reifegrad unserer Anlagen ständig an. Arbeiteten wir zunächst mit einer einzelnen Lizenz, sind heute sechs Entwickler im Haus mit Catia-Arbeitsplätzen ausgestattet, hinzu kommen noch externe Ingenieure. Die Produkte werden ständig weiterentwickelt (kundenspezifische Anpassungen sind hingegen selten) und meist passen wir für sie nur die Länge der Tröge an.“

Umstieg auf PLM Express V6: bessere Kollaboration

Mit der Zeit ergaben sich jedoch zusätzliche Anforderungen: Die externen Ingenieursdienstleister sollten möglichst nahtlos eingebunden werden. Dabei sollten auch die elektronische und die Software-Ausstattung der Anlagen im selben System verwaltet werden. Für die Zukunft hat sich Pedretti die Erweiterung um zusätzliche Teilprozesse vorgenommen, darunter die Integration der derzeit in einem anderen System vorgenommenen FEM-Berechnungen, Fabrikplanung oder auch eine durchgängige Anlagenplanung mit Unterstützung von Flußdiagrammen und Rohrleitungs- sowie Instrumentierungsdiagrammen („P&IDs“).

Dies führte zum Umstieg auf PLM Express in der Version 6. Pedretti beschreibt die Vorteile: „Vor allem die Kollaboration funktioniert wesentlich besser. Durch die datenbankbasierte Verwaltung in der Version 6 arbeiten alle Beteiligten, ob intern oder extern, immer auf demselben Datenbestand. Wir binden sogar unsere Kunden ein. Da wir zu jedem Kraftwerk eine Internetverbindung haben, die zur Fernwartung und -überwachung genutzt wird, können wir für unsere Kunden sehr einfach einen Webzugang einrichten, über den diese auf die Informationen ihrer eigenen Anlagenkonfiguration zugreifen können.“

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