Noch Minusrichtung Deutsche Kunststoffverarbeitung von eisiger Bürokratie gebremst

Quelle: GKV 6 min Lesedauer

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Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e. V. (GKV) ist besorgt, weil im letzten Jahr die Umsätze weiter fielen. Es brauche umfassende Reformen und Bürokratieabbau ...

Wie in jedem Jahr ist der Aschermittwoch der Tag, an dem der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e. V. (GKV) seinen Lagebericht vorlegt. Lesen Sie hier, was die Kunststoffbranche gerade durchmacht und was es für Verbesserungen bräuchte ...(Bild:  Polymer world)
Wie in jedem Jahr ist der Aschermittwoch der Tag, an dem der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e. V. (GKV) seinen Lagebericht vorlegt. Lesen Sie hier, was die Kunststoffbranche gerade durchmacht und was es für Verbesserungen bräuchte ...
(Bild: Polymer world)

Traditionell findet am Aschermittwoch die Wirtschaftspressekonferenz des GKV in Frankfurt am Main statt, um die Zahlen des vorübergegangenen Geschäftsjahres für die Kunststoffverarbeitungs-Branche vorzulegen. Leider gab es keine wirklich positiven Ergebnisse, denn die Umsätze sind auch 2025 weiter Richtung Keller gerutscht – um 1,8 Prozent, um genau zu sein, wie Dr. Oliver Möllenstädt, der GKV-Hauptgeschäftsführer berichten musste. Monetär betrachtet, lagen die Umsätze bei insgesamt 68,2 Milliarden Euro. Im Inland verlor man 2,2 Prozent. Schauen wir uns an, was die fünf Trägerverbände des GKV zu sagen haben ...

Das Resümee 2025 der Verpackungsindustrie

Das letzte Jahr wird etwa von der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen als Übergangsjahr betrachtet, denn es kam zu einer Stabilisierung auf niedrigem Niveau, aber zu keinem Aufschwung. Der Umsatz bei Kunststoffverpackungen sank von 25 auf 24,8 Milliarden Euro. Die Inflation flaut zwar ab, aber die Nachfrage bewegt sich nicht vorwärts, heißt es. Konsumenten verlagern sich auf günstigere Produkte oder sparen Käufe gleich ganz ein. Real betrachtet, verdient die Branche pro Tonne weniger. Preis- und Margendruck bleiben hoch. Gegen diesen Trend konnten nur Bio-Lebensmittel, Convenience-Food (insbesondere im Tiefkühlbereich), Molkerei- und Gesundheitsprodukte sowie der Bereich Schönheitspflege wachsen. Davon profitierten insbesondere Verpackungsarten, wie Becher, Dosen, Kisten, Steigen und Paletten. Immerhin konnte der Export einiges auffangen, denn rund 47 Prozent des Umsatzes mit Kunststoffverpackungen werden mit dem Ausland generiert, so die IK. Es ließen sich dort auch höhere Preise durchsetzen. Relativ stabil blieb auch die Zahl der Beschäftigten. Diese ging nämlich um nur ein Prozent zurück – nun rund 90.600 Personen. Für die Zukunft rechnet die Verpackungsbranche mit einer Seitwärtsbewegung. Sollte es zu Nachfrageimpulsen kommen, sei man bereit, diese zu befriedigen.

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So sieht es bei langlebigen Kunststoffprodukten aus:

Der Industrieverband Pro-K, der die Bereiche langlebige Kunststoffprodukte und Mehrwegsysteme vertritt, spricht von einem anspruchsvollen Jahr 2025. Das Wachstum war durch negative konjunkturelle Einflüsse und eine schwache Binnennachfrage eher gering. Auch hier herrscht allenthalben Stagnation, heißt es. Für Sorgenfalten verantwortlich seien steigende Importquoten bei Konsumwaren, die vor allem aus Asien auf den europäischen Markt drängten. Man hofft nun auf den sogenannten Bauturbo der Bundesregierung. Verärgert ist man aber wegen der sich zuspitzenden Regulierung in Deutschland und innerhalb der EU, die, wie der Verband betont, immer weiter weg von der Realität ist. Deshalb komme es eher zu Standortverlagerungen als zu mehr Nachhaltigkeit und zu wachsender Abhängigkeit von Drittstaaten, die sich nicht mit Vorgaben herumplagen müssen. Aktuelle Beispiele wie das PFAS-Beschränkungsverfahren der ECHA mit Einbeziehung von Hochleistungskunststoffen, sogenannten Fluorpolymere, unterstreichen laut Pro-K die Notwendigkeit, Regulierungen vor allem mit Augenmaß zu verlangen.

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