Noch Minusrichtung

Deutsche Kunststoffverarbeitung von eisiger Bürokratie gebremst

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Flaute bei Bauprodukten trifft Kunststoffindustrie

Die Kunststofffensterbranche steht an einem Wendepunkt! Politische, ökologische und technologische Entwicklungen eröffnen zwar große Chancen, stellen die Industrie jedoch auch vor neue Anforderungen, kommentiert der Verband EPPA Deutschland. Immerhin sieht man wohl erste Lichtblicke, denn die Modernisierung im Wohnungsbau zeigt Erholung respektive gewinnt sie wieder an Dynamik. Hinzu komme die Sanierung, die sich zunehmend zum tragenden Marktsegment der kommenden Jahre mausere. Auch der öffentliche Bausektor wirkt sich laut EPPA als verlässlicher Stabilitätsfaktor aus. Dennoch blickt der Verband vorsichtig auf das neue Jahr. Eine schrittweise Markterholung ist aber erkennbar – auch wenn kurzfristig kein deutlicher Boom erwartet wird. Umso wichtiger sei es, vorhandene Potenziale konsequent zu nutzen. Kunststofffenster etwa können durch ihre Ressourceneffizienz, Recycelbarkeit und Langlebigkeit einen entscheidenden Beitrag zu nachhaltigem und bezahlbarem Wohnen leisten. Und vor allem im Modernisierungs- und Sanierungsbereich spielten energieeffiziente Fenstersysteme eine zentrale Rolle.

Polyurethan-Player müssen am meisten kämpfen

Der FSK Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane (PUR) fokussiert sich bei der Rückschau auf das PUR-Geschäft. Die Lage sei demnach sehr schwierig gewesen, was vor allem der bremsenden innen- und außenpolitischen Entwicklung im Vergleich zu 2024 anzulasten sei. Vor allem de Konsumermarkt habe arg gelitten, heißt es weiter, denn die Kaufkraft lässt weiterhin zu wünschen übrig. Das spüren auch der Bereich Automobilbau (mit E-Mobilität) und die seine Zulieferer, aber auch immer noch die Bauindustrie, wie vom EPPA bereits geschildert. Es hapere in der privaten Bauwirtschaft etwa an der Nachfrage nach nachhaltigen Systemen, die es aber längst gibt. Und das Beste: PUR ist fit für die Zukunft, recycelbar und nachhaltig. Nicht zuletzt kommt es für viele Anwendungen infrage. In Europa müssten für eine verstärkte Einsatz die richtigen Weichen gestellt werden, die eine positive Marktentwicklung für diesen polymeren Allrounder möglich machen.

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Die faserverstärkten Kunststoffe unter der Lupe:

Haupteinsatzgebiete für faserverstärkte Kunststoffe – also Composites, wie CFK, GFK und AFK – in Europa bleiben weiterhin der Transport- und Automotivesektor, Anwendungen im Bereich Elektro und Elektronik sowie der Bau und

die Infrastruktur, meldet dazu die AVK Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe. Der Löwenanteil fällt auf glasfaserverstärkte Systeme (GFK). Vor allem der Bausektor stärke diesen Branchensektor. Aber die Coronakrise hat das Marktvolumen respektive die Produktionsmenge in Europa so geschwächt, dass sie seit 2021 um 20 Prozent gesunken ist. Der Trend halte an, aber mit recht flacher Neigung nach unten. Das heißt laut AVK aber nicht, dass Composites weniger stark im Einsatz seien! Das Problem seinen einmal mehr Importe, welche die europäischen Player verdrängten. Das Problem betrifft sowohl Rohstoffe als auch Halbzeuge und Fertigprodukte. Diese kommen vor allem aus Asien und den USA zu uns. Auch die US-Zollpolitik habe ihren Anteil am Abschwung. Die Composite-Branche hofft nun auch auf das Sondervermögen der Bundesregierung. Und zwar mit Blick auf Infrastruktur, Klimaschutz, Digitalisierung und Bildung. Die Chancen, die Abwärtsspirale umzukehren seien gegeben.

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