Noch Minusrichtung

Deutsche Kunststoffverarbeitung von eisiger Bürokratie gebremst

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Allgemeines zur Lage der Kunststoff verarbeitenden Industrie

Mit der Verfügbarkeit von Rohstoffen ist die Branche derzeit zufrieden, wie man erfährt. Das sollte auch für die kommenden Monate so sein. Aber natürlich kommt das auch von der schwachen Nachfrage, weswegen logischerweise der Verbrauch geringer ist und die Verfügbarkeit steigt. Auch in Sachen Rezyklate könne man mit dem Angebot zufrieden sein. Hier erkenne man sogar einen Trend zum vermehrten Einsatz derselben. 2026 dürfte die Nachfrage auch weiter steigen. Doch noch immer ist die Neuware günstiger als das Rezyklat, wie man bedenken muss. Was Preissteigerungen bei Rohstoffen und Löhnen anbelangt, so könnten diese nur unzureichend an die Abnehmer weitergegeben werden. Deshalb könne es dazu kommen, wenn sich nichts ändert, dass es zu weiterem Personalabbau und zu Standortverlagerungen komme. Vor allem die Lohnkosten bereiteten Sorgen, gefolgt vom Aufwand für Bürokratie und zur Erfüllung von Umweltauflagen. 63 Prozent der Befragen klagen übrigens über einen Fachkräftemangel respektive über zu wenig Auszubildende.

Politik hat kaum Verständnis für reale Wirtschaftsmodalitäten

Immerhin: Seit Jahren treffen die Energiekosten die Kunststoffbranche weniger gravierend als früher. Was die Bundesregierung betrifft, so ist man eher nicht zufrieden, wie bei einer Befragung herauskam. Die Verbandspräsidentin, Dr. Helen Fürst, rief die deutsche Bundesregierung deshalb unter anderem dazu auf, keine weiteren EU-Regeln in Deutschland zur Anwendung zu bringen, bis ein wirksamer Bürokratieabbau beschlossen ist. „Deutschland braucht einen wirksamen Schutzwall gegen die Bürokratieflut aus Brüssel“, mahnte Fürst. Auch die Wirtschaftskompetenz der Politiker ist ihrer Meinung nach mangelhaft. Hinzu komme die vergleichsweise schlechte Arbeitsmoral, die alles nur noch schlimmer mache. Fürst appellierte, mit Blick auf einen aufmunternden 80er-Jahre Song von „Geier Sturzflug“, als sogar Opa noch Sonderschichten machte: „Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt!“ Das müsse das Gebot der Stunde sein!

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