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Lean and Green Efficiency Award

Umweltschutz und Lean Management aus einem Guss

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Zu dieser generellen grünen Haltung des Unternehmens kommen viele Verbesserungen, die dezidiert mit Lean-Projekten erreicht wurden. Mit Smed geschieht das Rüsten der Maschinen viel schneller. Da die Maschine während des Rüstens eingeschaltet ist, reduziert sich durch schnelleres Rüsten der Stromverbrauch. Durch das Pull-Prinzip entstand eine geringere Lagerfläche sowie eine geringere Vernichtung von überzähligen, bereits vorgefertigten Produkten. Kanbansysteme konnten den Farb- und Lösungsmittelverbrauch deutlich verringern.

Wertstromanalysen und die daraus abgeleiteten Optimierungsmaßnahmen haben es geschafft, die Materialeffizienz zu steigern, was stark zum Klimaschutz beiträgt. Eine hohe Materialausbeute ist aber nicht nur ökologisch sinnvoll, sie ist auch eine der wichtigsten Stellschrauben, um Kosten zu reduzieren.

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Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit der Inhhaltestoffe wird überprüft

Jedes nicht in das Produkt einfließende Rohmaterial entlastet die Ökobilanz und die wirtschaftliche Bilanz. Die Rohstoffe der Produkte stammen dabei nur von ausgewählten Lieferanten. Zusätzlich werden die Inhaltsstoffe auf ihre Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit überprüft, bevor sie zum Einsatz kommen. Auch der Verpackungsanteil beschränkt sich auf das unbedingt notwendige Maß, wobei hier ebenfalls bevorzugt recyclingfähige Materialien zum Einsatz kommen.

Lässt sich Abfall dennoch nicht vermeiden, erreicht ein intelligentes Abfalltrennsystem eine fast hundertprozentige Wiederverwertung der über 30 Abfallfraktionen. Die Produkte der Schreiner Group sind fast ausnahmslos Verbundstoffe, die nur mit enormem Aufwand getrennt oder recycelt werden können. Allerdings eignen sie sich ausgezeichnet für die energetische Verwertung: In der Zementindustrie werden sie anstelle von Heizöl verbrannt. Die dadurch entstehende Energiemenge entspricht nahezu jener der Ressource Erdöl, welche damit eingespart wird.

Unternehmensleitung und Mitarbeiter als wichtige Treiber

Seit 2011 bewertet die Schreiner Group Erzeugnisse nach Umweltgesichtspunkten. Der Produkt-CO2-Fußabdruck summiert alle CO2-Emissionen entlang eines Produktlebenszyklus auf. Die Kunden erfahren auf diese Weise, wie die CO2-Bilanz ihres Produktes aussieht. Neben dem Produkt-CO2-Fußabdruck wird ein CO2-Fußabdruck berechnet, der alle CO2-Emissionen der gesamten Unternehmensaktivitäten umfasst, also Energieverbrauch, Heizung, Dienstwagen, Dienstreisen und selbst die tägliche Anfahrt der Mitarbeiter. Dadurch können die größten Verbrauchsfaktoren ermittelt und Verbesserungspotenziale gezielt entdeckt werden.

Lean Management und Umweltschutz sind bei der Schreiner Group Faktoren, die auf nahezu jede Handlung der Mitarbeiter Einfluss nehmen. Jeder Mitarbeiter arbeitet fortwährend an höherer Effizienz, geringerem Ressourcenverbrauch sowie schnelleren und schlankeren Abläufen. Gefördert wird das durch die jährlichen Umweltschutzziele (siehe Kasten) und ein KVP-System (kontinuierlicher Verbesserungsprozess), in dem die Mitarbeiter ihre Beiträge zur Zielerreichung dokumentieren, die dann in den Abteilungen ausgewertet und im Sinne einer Teamleistung prämiert werden.
Mitarbeiter und Unternehmensleitung sind also die wichtigsten Treiber, die Bemühungen im Lean Management und im Umweltschutz immer weiter fortzusetzen, damit das Unternehmen jedes Jahr etwas besser wird.

* Weitere Informationen: Schreiner Group GmbH & Co. KG, 85764 Oberschleißheim, www.schreiner-group.com

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