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So rechnet der Veranstalter bei Anlagenkonzepten mit einem Innovationsschub, der sowohl beim Nasslackieren als auch beim Beschichten mit Pulverlack zu einer drastischen Verringerung des Energieverbrauchs führen wird. Jedoch auch bei der Reduzierung des Lackverbrauchs erwartet er Erfolge: aufgrund der Steigerung des Auftragswirkungsgrads von Lackierpistolen und Zerstäubern. Außerdem steckt im automatisierten Farbwechsel noch Optimierungspotenzial, wie der Aussteller ILS, Fulda, auf der Paintexpo mit Hilfe der Molchtechnik deutlich machen möchte.
Wirtschaftlichkeit der Lackieranlagen auf dem Prüfstand
Aufgrund der noch verbreiteten Zurückhaltung bei Investitionen werden die Aussteller die Wirtschaftlichkeit der gesamten Anlagentechnik auf den Prüfstand stellen: von der Teilereinigung und Vorbehandlung über die Nasslackierung oder Pulverbeschichtung inklusive Trocknen oder Einbrennen bis zur Qualitätskontrolle. Ziel bleibt die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, die man laut Branchenkennern noch vor zwei bis drei Jahren durch Kapazitätsausbau sichergestellt glaubte.
Heute stehen wieder Einspareffekte im Vordergrund. Wichtige Impulse kommen dabei vom Kosteneinsparer Umweltschutz, nicht nur – wie in wirtschaftlich schwierigen Zeiten üblich – aufgrund verstärkter Rationalisierungsmaßnahmen.
Neue Gesetze senken VOC-Emissionen beim Nasslackieren
Dazu kommen Entwicklungen, die zu gesetzlichen Vorschriften geführt haben. Ein solcher Trend ist beim Nasslackieren die Senkung von VOC-Emissionen: von flüchtigen organischen Verbindungen (volatile organic compounds). Dieses Dauerthema beschäftigt die Branche in Deutschland schon seit vielen Jahren, mindestens seit 2002.
Vor acht Jahren ist die VOC-Richtlinie der EU in die nationale Gesetzgebung eingegangen. Seitdem verlieren Lösemittellacke Marktanteile – auf Kosten von Wasser-, Pulver- und High-Solid-Lacken. Gerade High-Solid-Lacke mit hohem Festkörperanteil stehen derzeit bei industriellen Anwendungen hoch im Kurs.
Lacke mit immer höherem Festkörperanteil und immer weniger Lösemitteln
Grund dafür ist die weitere Steigerung des Festkörperanteils. Dadurch wurde der Lösemittelgehalt weiter minimiert. Diese Entwicklung brachte sogenannte Very- oder Ultra-High-Solid-Lacke hervor – insbesondere auf Polyurethanbasis.
Sie ist auch die Grundlage für die Herstellung des Wasserlacks Hakuflex RW 84 des Ausstellers Kluthe, Heidelberg. Potenzielle Anwendungen für diesen wasserverdünnbaren Einschichtlack sieht man unter anderem bei Nutzfahrzeugen und im allgemeinen Maschinenbau. Der Wasserlack auf Zwei-Komponenten-Polyurethanbasis wird auf der Paintexpo am Markt eingeführt.
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