Thermoformen

Universelle Thermoformmaschine sorgt für Hohlkörper aus PE-Schaum

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Eine weitere wichtige Voraussetzung, um Schaumfolien problemlos umzuformen, ist der Einsatz von Halogenstrahlern statt der herkömmlichen Quarzstrahler. Unter dem Begriff Flashstrahler sind solche Wärmequellen bei Geiss seit Jahren erfolgreich im Einsatz. Das durch sie emittierte kurzwellige Infrarotlicht dringt vergleichsweise schnell und tief in thermoplastische Kunststoffe ein; so werden nicht nur relativ dicke Platten rasch auf Umformtemperatur gebracht, sondern auch die wärmeisolierende Schaumfolie wird durchwärmt, bevor ihre Oberfläche thermisch geschädigt wird. Zusätzlich spart das Heizen mit Halogenstrahlern zwischen 18 und 25 % der bei Quarzsystemen benötigten Energie ein; im Rahmen der herrschenden Forderungen nach immer energieeffizienteren Anlagen ein nicht zu unterschätzender Vorteil der Geiss-Technik.

Damit die Herstellung von Schaumteilen mittels Twin-Sheet zusätzlich besonders wirtschaftlich geschieht, sollte die Anlage außerdem zu einem möglichst hohen Grad automatisiert werden und etwa mit einem motorisierten CNC-Tisch ausgestattet sein. Die Firma Ernst Hombach nutzt für ihren Bedarf eine rollenbeschickte Geiss T9-TSF für die Folienverarbeitung, die momentan pro Minute bis zu drei Produktionszyklen erreicht. Ein sehr guter Wert, der vor allem den schnell wirkenden Heizstrahlern und dem Automationslevel der Anlage geschuldet ist.

Der universell einsetzbaren Thermoformmaschine so nah wie nie

Die Anlagen der Modellreihe T können aufgrund der bei Geiss eingesetzten parametrischen Konstruktion bis zu einer größtmöglichen Verformfläche von circa 26 m2 und einer maximal machbaren Ziehtiefe von 2000 mm angeboten werden. Gesteuert werden die Geiss-Anlagen über eine Siemens Simatic S7, jetzt auch mit dezentralem Anschluss aller Nebenbaugruppen über das Bussystem Sinec L2 DP.Mit der Wahl der Optionen stellt der Kunde dann seine individuelle Maschine zusammen, wie im Falle der Schaumfolienverarbeitung einen Twin-Sheet-Rollenautomaten. Alle optional erhältlichen Systeme und Möglichkeiten, zu der auch die Ausführung als Twin-Sheet-Maschine zählt, können problemlos integriert werden. Das T steht auch hier für die besonders markante Ziehtiefe, die sowohl negativ als auch positiv einen Standardwert von 620 mm erreicht. Als Zusatz stehen dem Anwender, um nur einen kleinen Teil zu nennen, Strahlungsmesseinheiten, eine Fotozellensteuerung, Schnellspannsyteme für Werkzeuge, Längsschneider, Werkzeuwechselwagen, eine stufenlose, motorische Spannrahmenverstellung.

Geiss ist überzeugt, dass eine Twin-Sheet-Anlage, die mit den beschriebenen Halogenstrahlern zum effektiven Heizen der Folie ausgestattet ist und außerdem hochgradig mit automatisierenden Komponenten bestückt wird, einer als universell einsetzbar zur bezeichnenden Thermoformmaschine am nächsten kommt. Egal, ob es sich um das Umformpressen von Composites sowie dickwandigen Schäumen oder um die Herstellung von Standardprodukten aus Folien oder Platten handelt. Wobei die Closed-Chamber-Bauweise die Verarbeitung von labilen Schaumfolien zusätzlich unterstützt. MM

* Klaus-Peter Welsch ist Verkaufsleiter und Vorstandsmitglied bei der Geiss AG in 96145 Seßlach. Weitere Informationen: Tel. (0 95 69) 92 21-0, mail@geiss-ttt.com, www.geiss-ttt.com

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