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Effizienz-Berater nicht gut genug ausgebildet
Ihr Vertriebskollege Jäschke hat auf www.maschinenmarkt.de einmal sinngemäß gesagt, dass Energieberater im Bereich der Druckluft nicht ausreichend ausgebildet sind und die Effizienzberatung daher für Sie eine Herausforderung darstellt. Wie ist der Stand heute?
Stimmt, die intensive Kundenberatung ist für uns ein großes Thema. Auch nach der Installation einer Maschine ergeben sich häufig Änderungen im Betrieb. Dann gehört es zu unseren Aufgaben, hier zu beraten. Wir sind bei Auslegung, Projektmanagement und Betreuung involviert.
Wo liegt an dieser Stelle Ihr Geschäftsmodell?
Wir befinden uns mit unseren Produkten im Premium-Segment, von daher gehört es zu unserer Philosophie dass wir eine vernünftige Beratung und Betreuung liefern.
Betrachtet man die Anforderungen, die sich aus den Zielen bei den Diskussionen um Industrie 4.0 ergeben, wird das nicht ausreichen. Sie müssten viel tiefer in die Produktion Ihrer Kunden einsteigen. Wie wollen Sie das schaffen?
Das kann ich Ihnen an einigen Beispielen festmachen. Wir haben hier im Haus eine Weile gebraucht, bis wir das Thema Industrie 4.0 verstanden haben. Wir hatten das Gefühl, diese Dinge doch schon seit Jahren zu machen. Wo ist der Hype? Beispiele: Seit 15 Jahren sind unsere Servicetechniker mit Notebooks ausgerüstet, die Daten der Anlage enthalten, Maschinenhistorie etcetera Unsere Maschinen sind seit vielen Jahren mit Fernüberwachungstools ausrüstbar. Sie sind so parametrierbar, dass sie sich aktiv melden, wenn irgendeine Betreuung benötigt wird. Industrie 4.0 bedeutet für uns, dass wir diese verschiedenen Dinge miteinander verknüpfen. Hier gibt es unterschiedliche Ansätze. Einige Hersteller rüsten ihre Maschinen mit einer riesigen Anzahl an Sensoren aus. Riesige Datenmengen entstehen hier, die im Hintergrund bearbeitet werden müssen. Wir gehen einen anderen Weg: In einem Verbundprojekt im Rahmen von it’s OWL nutzen wir ebenfalls Sensorik, jedoch sehr reduziert. Wir ziehen Rückschlüsse aus den vorhandenen Messwerten. Man muss nicht unbedingt einen Ölsensor einbauen, um Rückschlüsse auf die Ölmenge in der Maschine zu treffen.
Das betrifft jedoch immer den Rückkanal zum Hersteller. Wie wichtig ist jedoch die Kommunikation innerhalb der Produktion?
Verknüpfung zu Leittechnik und Einbindung in übergeordnete Steuerungen, die wir auch selber liefern, sind seit vielen, vielen Jahren selbstverständlich für uns.
Die Schnittstellenthematik wird jetzt noch zunehmen und eine neue Qualität bekommen. In wie weit engagieren Sie sich hier für eine Vereinheitlichung?
Wir sind aktives Mitglied im VDMA und den Fachgremien, dieser Schritt wird von uns intensiv begleitet. Für den Bereich, in dem wir tätig sind, ist das momentan allerdings kein vorrangiges Thema.
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