Compositebauteile US-Compositverarbeiter setzt wieder auf Dieffenbacher-Presse

Redakteur: Peter Königsreuther

Continental Structural Plastics (CSP) aus Louisiana hat in eine LFT-D-Anlage von Dieffenbacher investiert. Anfang 2022 geht sie in Betrieb.

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Diese 2500-Tonnen-Hydraulikpresse von Dieffenbacher arbeitet ab nächstem Jahr bei Continental Strucural Plastics (CSP) in Sarepta, Louisiana, USA, einem Hersteller von Compositebauteilen.
Diese 2500-Tonnen-Hydraulikpresse von Dieffenbacher arbeitet ab nächstem Jahr bei Continental Strucural Plastics (CSP) in Sarepta, Louisiana, USA, einem Hersteller von Compositebauteilen.
(Bild: Dieffenbacher)

Das zur Teijin-Group gehörende Unternehmen CSP stellt Compositebauteile für den Automobil- und Lkw-Bau her, sowie für die Freizeitindustrie und die Bauwirtschaft. Mit der Anschaffung der LFT-D-Anlage inklusive 2500-Tonnen-Presse (25.000 Kilonewton Presskraft) holen sich die US-Amerikaner bereits die vierte Dieffenbacher-LFT-D-Linie uns Haus, heißt es weiter. LFT steht dabei für Long Fiber Thermoplast und das D bedeutet Direct-molding.

Materialeffizentere Compositeherstellung

Damit kann man die Materialzusammensetzung gezielter an die späteren Belastungszustände des Bauteils im Einsatz anpassen, erklärt Dieffenbacher. Die Fasern werden dabei automatisch von ihrer Rolle abgewickelt, geschnitten. Sie können belastungsspezifisch in genau der richtigen benötigten Menge an den kritischen Bauteilbereichen in die thermoplastische Matrix integriert werden. So entsteht ein plattenförmiges, materialeffizient aufgebautes, faserverstärktes Halbzeug, dass dann in der Presse seine endgültige Form erhält. Das Handling von Halbzeug und Bauteil kann per Roboter auch automatisiert werden.

Die Betreuung der Systeme geschieht durch Dieffenbacher-Spezialisten aus Nordamerika. Die neue Anlage gehe im ersten Quartal 2022 in Betrieb. Dann wird sie am Standort Sarepta für die Herstellung von Leichtbau-Heckklappen für Pick-up-Trucks sorgen, verrät CSP. Denkbar sind auch Instrumententafelträger, Unterbodenteile oder Ersatzradmulden, wie Dieffenbacher ergänzt. Auch die Verarbeitung von Thermoplast-Rezyklaten ist möglich.

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