So sieht`s aus! Langfristig zu überleben, heißt die Devise von Robert Bosch

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Bosch-Aufsichtsratschef Stefan Asenkerschbaumer verweist mit Blick auf die Krise auf die Werte des Unternehmers ...

Der Bosch-Konzern muss sich in vielen Bereichen neu erfinden. Das kostet Geld und leider auch viele Jobs. Um diese Maßnahmen zu begründen, beruft sich das Management auch auf die Werte die der Gründer Robert Bosch einst für sich aufgestellt hat ...(Bild:  Bosch)
Der Bosch-Konzern muss sich in vielen Bereichen neu erfinden. Das kostet Geld und leider auch viele Jobs. Um diese Maßnahmen zu begründen, beruft sich das Management auch auf die Werte die der Gründer Robert Bosch einst für sich aufgestellt hat ...
(Bild: Bosch)

Der weltweit größte Autozulieferer Bosch leidet derzeit nicht nur in seinem Kernbereich, sondern auch in fast allen anderen Geschäftsfeldern. Milliardenkosten für den Stellenabbau sind aufzuwenden, US-Zölle zu entrichten und eine hohe Steuerbelastung drückte Bosch tief in die roten Zahlen. Auch nach eigenen Angaben ist Bosch in vielen Bereichen mittlerweile nicht mehr wettbewerbsfähig. Um das Ruder noch herumzureißen, spart das Management kräftig an Personal und Strukturen. „Im Hinblick auf unser Wertegerüst ist es aber wichtig zu wissen, dass für Robert Bosch immer das langfristige Überleben des Unternehmens im Mittelpunkt stand“, ließ Stefan Asenkerschbaumer, der Aufsichtsratschef von Bosch, im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wissen. Für dieses Ziel habe er keine Opfer gescheut, denn das Überleben des Unternehmens sichert alles andere für die Zukunft.

Kontroverse um die Einhaltung der Bosch-Philosophie

Allein im Zulieferbereich will der Konzern in den kommenden Jahren bis zu 22.000 Stellen streichen. Er setzt dabei insbesondere auf freiwillige Programme, wie Vorruhestand, Altersteilzeit und Abfindungen, um den Abbau möglichst sozialverträglich geschehen zu lassen. Abbaupläne gibt es aber auch in anderen Bereichen: Etwa bei der Hausgerätetochter BSH und der Sparte für Elektrowerkzeuge. Die IG Metall wiederum wirft dem Management vor, die Werte von Robert Bosch mit Füßen zu treten. Denn diese hätten auch Zuverlässigkeit, Verantwortung und faires Miteinander geheißen. Asenkerschbaumer kontert damit, dass alle Maßnahmen auch genau diesen Forderungen gegolten haben. Doch gebe es Zeiten, in denen letztlich das Überleben von Bosch gesichert werden müsse. Bosch stecke zwar in der Krise, aber die Werte habe man nicht missachtet.

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