Maschinenbau-Konjunktur 2010

VDMA-Präsident Dr. Manfred Wittenstein: Die Kurzarbeit hilft uns sehr

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Unternehmen wie BMW und Daimler verlagern die Produktion in den Dollarraum, um die Folgen des starken Euros zu vermindern. Wird es auch im Maschinenbau zu einer neuen Welle von Produktionsverlagerungen kommen?

Wittenstein: Die aktuelle Stärke des Euro ist nicht festgeschrieben. Insofern würden die Maschinenbauer auch nicht allein aus diesem Grund Produktion ins Ausland verlagern. Wenn sie das aber ohnehin beabsichtigen, sei es um näher am Markt zu produzieren oder aber um durch Protektionismus verursachten Schäden zu entgehen, kann der starke Dollar je nach Standortwahl natürlich ein zusätzliches Verlagerungsmotiv sein.

Wie schätzen Sie die Bedeutung des chinesischen Marktes im neuen Jahr ein? Zum einen treten chinesische Unternehmen immer häufiger als Wettbewerber auf, zum anderen mehren sich die Zeichen für eine Überhitzung der chinesischen Wirtschaft.

Wittenstein: Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau stellt qualitativ hochwertige, energieeffiziente und Ressourcen schonende Maschinen her, die China für sein weiteres Wachstum benötigt. Nicht ohne Grund ist unsere Branche für China seit Jahren der zweitgrößte Lieferant von Maschinen und Anlagen. Die chinesische Wirtschaft läuft nun schon wieder recht rund. Und ein Anziehen der Konjunktur wird sich auch auf deutsche Exporte auswirken. Insofern rechnen wir damit, dass China auch im nächsten Jahr seinen Spitzenplatz als weltweit wichtigster Absatzmarkt für unsere Branche behalten wird.

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