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Harting im Porträt Verbindung ist alles

Autor / Redakteur: Barbara Stumpp / Simone Käfer

Vom Zigarettenautomaten zum Mini-IPC – Harting ist seit 1947 ununterbrochen Aussteller auf der Hannover Messe und hat sich in dieser Zeit vom reinen Hardwarehersteller für den Alltagsgebrauch zum softwaregetriebenen Technikanbieter für die Industrie gewandelt.

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1945 startete Harting in einer 100 m²großen Halle in Minden. Damals konzentrierte man sich auf vor allem auf Alltagsdinge wie Sparlampen, Kochplatten, elektrische Feueranzünder, Zweiplatten-Elektrokocher und Bügeleisen.
1945 startete Harting in einer 100 m²großen Halle in Minden. Damals konzentrierte man sich auf vor allem auf Alltagsdinge wie Sparlampen, Kochplatten, elektrische Feueranzünder, Zweiplatten-Elektrokocher und Bügeleisen.
(Bild: Harting)

Wie fast alle Großen fing auch Harting klein an, sprich 1945 mit einer etwa 100 m2 großen Halle in Minden. Damals konzentrierte man sich vor allem auf Alltagsdinge wie Sparlampen, Kochplatten, elektrische Feueranzünder, Zweiplatten-Elektrokocher und Bügeleisen. Die Produktion lief so ausgezeichnet, dass die Halle nach zwei Jahren für die mittlerweile 40 Mitarbeiter zu eng wurde. Ausreichend Platz fand man im ehemaligen Pferdelazarett der Mindener Simeonskaserne. Aber schon 1950 zog Harting mit seinen nun 180 Mitarbeitern nach Espelkamp. In den ehemaligen Munitionslagerhallen entstand auf 50.000 m2 ein modernes Werk mit einer passenden Produktionsausstattung. Gleichzeitig wurde der erfolgreiche Han-Steckverbinder (Harting Norm) entwickelt.

Wilhelm Harting stellte Zigarettenautomaten her und legt damit den Grundstein für die heutige Fertigung kompletter Kassensysteme. Parallel dazu startete auch die Fertigung von Diathermiegeräten. Die Medizinsparte wurde noch mit der Gründung des Unternehmens Picker & Harting GmbH zur Herstellung von Röntgenapparaten und Untersuchungsgeräten erweitert. Entsprechend stieg im Jahr 1962 die Beschäftigtenzahl auf 700. Ein immer wichtiger werdendes Segment seit den 70er-Jahren ist die Produktion von Steckverbindern für Leiterplatten.

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Bei Harting ist man immer offen für Neues und setzt so frühzeitig auf den Einsatz faseroptischer Übertragungssysteme mit Polymerfasern in Maschinensteuerungen. Auch in einem anderen Bereich eröffnet das Unternehmen neue Perspektiven: Es vereinigt Elektronik- und Leistungskontakte in einem Steckverbinder und folgt so dem Trend, möglichst kompakte Komponenten zu entwickeln. Anfang der 90er-Jahre beginnt das Familienunternehmen dann mit der Weiterentwicklung und dem Einstieg in die Fertigung eines neuen metrischen Systems für Leiterplatten-Steckverbinder.

Flexibel auch in der Struktur

Mit dem Jahrtausendwechsel gibt sich das Unternehmen eine flexible Organisationsstruktur. Die drei Bereiche Installation Technology, Device Connectivity und Automation IT ergeben hier den größten Geschäftsbereich Connectivity & Networks. Dazu gehören industrietaugliche Lösungen im Ethernet-Bereich, Steckverbinder wie auch komplette Verkabelungssysteme und aktive Geräte wie Switches, intelligente Steckverbinder und Systeme zur flexiblen Energieanbindung in der Fertigung und elektro-optische Steckverbinder zur Übertragung höchster Datenraten. Dazu kommen die Bereiche Harting Systems für Kassenzonensysteme und Harting Automotive für Lösungen im Bereich E-Mobility.

Für die Entwicklung des UHF-RFID-Transponders Har-fid LT 86 (HT) wird das Unternehmen auf der Hannover Messe 2006 mit dem Hermes Award ausgezeichnet. Der Transponder hat eine Lesereichweite bis zu 5 m und funktioniert auch auf metallischen oder flüssigen Objekten.

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