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„Es ist klarzustellen, dass sich der Streit in Kalifornien allein auf PEXa-Rohre bezieht“, sagt Ostrowicki – und erläutet, dass bei deren Herstellung die Molekülstruktur des PE-Rohrwerkstoffs mit einem Peroxid vernetzt wird. „Das hat leider zur Folge, dass es tatsächlich in diesen Rohren zu einer Kontamination des Trinkwassers mit Rückständen aus dieser chemischen Behandlung, zum Beispiel mit Methyltertiär-Butylether (MTBE), kommen kann, wie unter anderem auch aus Untersuchungen am Hygiene-Institut Gelsenkirchen hervorgeht.“
Chemische Vernetzung birgt Gefahren, die physikalische Bestrahlung nicht
In Deutschland wurde MTBE nach Auswertung der toxikologischen Daten von der Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft in der MAK-und BAT-Werte-Liste (DFG, 2000) der Kategorie 3B zugeordnet. Das heißt: Es handelt sich um einen Stoff, für den im Tierversuch Anhaltspunkte für eine krebserzeugende Wirkung vorliegen.
Demgegenüber bergen strahlenvernetzte PE-Rohre (PEXc) laut Ostrowicki keine derartigen Gefahren. Die Vernetzung der Kunststoffmoleküle werden rein physikalisch durch Einwirkung beschleunigter Elektronen angeregt.
Das Verfahren komme daher nicht nur von Polyethylen gänzlich ohne den Zusatz chemischer Vernetzungsmittel aus, die Produkte unterliegen auch nicht der europäischen Chemikalienverordnung (REACH-Verordnung) zum Schutz von Mensch und Umwelt durch die Beschränkung chemischer Stoffe. Der Einsatz von PEXc-Rohren für die Trinkwasserversorgung sei sicher, stellt der BGS-Geschäftsführer klar .
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