Älteste AM-Messe Verpassen Sie nicht das Forum Wissenschaft auf der Rapid.Tech 3D

Quelle: Messe Erfurt 3 min Lesedauer

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Genau 35 Interessenten haben sich um einen der acht Vortragsplätze im Fachforum Wissenschaft am 13. Mai 2025 auf der Rapid.Tech 3D beworben. Doch es kommen mehr, verspricht die Messe Erfurt.

Das ist eine additiv gefertigte Halterung, die als Referenz für einen datenbasierten Zertifizierungsprozess genutzt wird. Auf der Rapid.Tech 3D stellt die TU Dresden den zugrundeliegenden Ansatz im Rahmen des Forum Wissenschaft vor.(Bild:  IMA)
Das ist eine additiv gefertigte Halterung, die als Referenz für einen datenbasierten Zertifizierungsprozess genutzt wird. Auf der Rapid.Tech 3D stellt die TU Dresden den zugrundeliegenden Ansatz im Rahmen des Forum Wissenschaft vor.
(Bild: IMA)

Die Beitragsauswahl für die Veröffentlichungen sowie für die Vortragsslots im Rahmen des Forum Wissenschaft unterliege einem strengen Prüfverfahren. Per wissenschaftlichem Review-Prozess haben führende deutsche Forscher aus dem Bereich additive Fertigung dabei die Einsendungen bewertet. Die Beiträge mit dem höchsten Innovationsgrad erhielten dann einen der begehrten acht Vortragsslots, wie die Messe Erfurt erklärt. „Unser Anliegen ist es, sowohl neueste Arbeiten der Grundlagenforschung zu adressieren als auch Projekte mit hoher Industrierelevanz zu präsentieren“, erklärt Dr. Stefan Kleszczynski, kommissarischer Leiter des Lehrstuhls Fertigungstechnik am Institut für Produkt Engineering der Universität Duisburg-Essen und Mitglied des Fachbeirates der Messe. Wir können somit die 3D-Druck-Forschung im Spagat zwischen bereits heute möglichen Anwendungen und den Potenzialen von morgen offerieren.

Das wird das Forum Wissenschaft auf der Rapid.Tech 3D bringen:

Praxisrelevanz besitzen etwa die Forschungen zur additiven Fertigung von Hochfrequenz-Quadrupolen. Diese gelten als Schlüsselkomponenten in linearen Teilchenbeschleunigern an der Universität der Bundeswehr in München. Der wissenschaftliche Mitarbeiter Stefan Brenner berichtet deshalb, wie erstmals ein Prototyp mittels Multimaterial-Laser-Pulverbettfusion hergestellt werden konnte. Die Integration verschiedener Materialien in nur einem Produktionsschritt sei konventionell gar nicht möglich und zeige neue Wege für die Antennenfertigung auf.

Ein anderes Thema sind Zertifizierungsprozesse mit Blick auf den 3D-Druck. Denn sie seien in vielen Bereichen der „Flaschenhals“ für eine effiziente skalierbare Produktion. Für additiv gefertigte Flugzeugkomponenten etwa stellt Wolfram Groh, wissenschaftlicher Assistent an der TU Dresden, einen datenbasierten Zertifizierungsansatz vor, der Algorithmen des maschinellen Lernens nutzt und schneller Ergebnisse erzielt als bisherige Vorgehensweisen (Aufmacherbild). Der Ansatz ist übrigens auf andere Bereiche übertragbar.

Die Potenziale des laserbasierten Pulverbettschmelzens von Wolframkarbid-Nickel-Verbundwerkstoffen für die additive Fertigung verschleißfester Werkzeugkomponenten wird Leon Engelhardt näher bringen. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Rheinischen Hochschule Köln. In Kombination mit Sinter-HIP (druckunterstütztes Sintern) können nämlich dichte, verschleißfeste Bauteile mit hoher Festigkeit und komplexem Design entstehen.

Und eine neue Möglichkeit zur In-situ-Temperaturbestimmung während der laserbasierten Pulverbettfusion von Metallen mittels Phosphorthermometrie präsentiert Hanna Schönrath, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Duisburg-Essen. Die neue Methode verbessere die Überwachung der Temperaturzyklen.

Auch beim 3D-Druck spielen Kunststoffe eine große Rolle. Simon Cholewa, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Erlangen-Nürnberg spricht deshalb über die Vor- und Nachteile von Polybutylenterephthalat (PBT) für die Laser-Pulverbettfusion. PBT erlaubt etwa, steife und funktionale Bauteile zu drucken, zeigt ist aber bruchanfällig und lässt nur ein enges Prozessfenster zu. Sein Kollege Paul Roumeliotis stellt für das selektive Lasersintern ein neues Flammschutzmittel für Polyamid 12 vor. Tests hätten dessen Wirksamkeit bestätigt.

Schließlich sind die Chancen der sinterbasierten additiven Fertigung sowie des Materialextrusionsdrucks die Vortragsinhalte von David Stachg, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, und von Verena Witt, Prozessingenieurin bei der New AIM 3D GmbH Rostock, einer Ausgründung der Universität Rostock.

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